Isle de France.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

[1]
Isle de France, ehemalige Landschaft in Frankreich, welche sich zwischen den Flüssen Marne und Oise längst an dem nordlichen Ufer der Seine, herunter erstreckt. Das Gouvernement de l'Isle de France aber war eines von den Generalgouvernements in Frankreich, welches gegen Norden an die Picardie, gegen Westen an die Normandie, gegen Süden an das Gouvernement von Orleannois und gegen Osten an das von Champagne gränzte. Es wurde eingetheilt in 10 kleine Landschaften: Isle de France an sich selbst, la Brie Françoise, ein Theil von Gastinois, l'Hurepoix, le Mantois, le Vexin François, le Beauvaisis, le Valois, le Soissonnois, Noyonnois und Laonnois. Sie ist eben, größtentheils fruchtbar, und wegen des leichten Absatzes der Produkte in Paris auch sehr gut angebaut. Der Name (Insel von Frankreich) kommt daher, weil diese Provinz bis zu Ende des 16ten Jahrhunderts unter allen in Frankreich die einzige war, die weder an das Meer, noch an ein fremdes Land angränzte, und also mit Französischen Ländern überall, wie eine Insel vom Wasser, umgeben war. Jezt ist das ehemalige Gouvernement in mehrere Departements vertheilt: den Mittelpunkt mach das Departement der Seine mit Paris, auf der Westseite verbreitet sich das Departement der Seine und Oise, auf der Nordseite das Departement der Oise und das Departement der Aisne, und auf der Ostseite das Departement der Seine und Marne. Zu den beyden leztern sind aber einige Stücke von der Picardie und Champagne gezogen.


Quellen.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geographisch- Historisch- Statistisches Zeitungs-Lexikon von Wolfgang Jäger, Professor der Geschichte und Geographie zu Würzburg. Nürnberg, bey Ernst Christoph Grattenauer 1806.
Nutzung von Community-Inhalten gemäß CC-BY-SA, sofern nicht anders angegeben.