Veberlingen, ehemalige freye Reichsstadt, an einem von ihr genannten Busen des Bodensees. Sie hat Befestigungswerke, die aber jezt im Verfall sind. Man betrachtet ihre Kirchen, die Klöster, das Rathhaus, das Johanniterhaus, und das deutsche Haus, das reiche Hospital, und den nahe bey der Stadt hervorquellenden Gesundbrunnen. Sie ist der katholischen Religion zugethan: doch giebt es unter den Einwohnern einige Evangelische. Seit 1801 ist hier ein Gymnasium für Katholiken errichtet. Man treibt hier starken Wein- und Kornhandel nach der Schweiz, und auf die Wochenmärkte werden viele Früchte und Gärtnereywaaren gebracht. Diese Stadt besaß die Vogteyen Hohenbodmann und Ramsperg, nebst dem Dorfe Altheim, welches ein Gebiet von etwas mehr als 2 QM. ausmachte. Das vorbenannte Hospital hat 11 Gerichtsämter. Im J. 1789 zählte man in Ueberlingen 3117 Seelen, und in dem dazu gehörigen Gebiet 3214. Die reinen Einkünfte schäzte man auf 18000 Gulden. Im J. 1802 erhielt Baden diese Reichsstadt unter seinen Entschädigungen. Die Stadt und ihr Gebieth bilden jezt ein zum Seekreis gehöriges Amt. Zu einem Römermonath gab diese Stadt 94 fl. 30 kr. und zu einem Kammerziel 196 Thlr. 52 1/2 kr. Ihr Wappen ist, im goldnen Felde, ein schwarzer Adler, auf dessen Brust ein rothes Schildchen, mit einem silbernen Löwen ruhet.


Quellen und Literatur.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Geographisch- Historisch- Statistisches Zeitungs-Lexikon von Wolfgang Jäger, Professor der Geschichte zu Landshut. Landshut, bei Philipp Krüll, Universitätsbuchhändler. 1811.
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