Alen, Ahlen, Aalen, ehemalige freye Reichsstadt in Schwaben, am Flusse Kocher, zwischen dem Gebiete der Stadt Gemünd und dem Fürstenthum Ellwangen. Sie ist klein, hat nur 2 Thore, 250 Häuser und 1932 Einwohn. Es stehen aber auch noch Häuser ausserhalb den Mauern. Die Straßen sind eng, die Häuser selbst das Rathhaus meist von Holz.

Die Einwohner der Stadt und des kleinen Gebiets, das nur ein Kirchspiel ausmacht, betragen 2,300. Sie nähren sich meist mit Wollenarbeiten. Die Verfassung war ganz Demokratisch eingerichtet. Die jährlichen Einkünfte schäzte man auf 9000 Gulden. Ausser dem Feldbau, welcher die vorzüglichste Nahrung ausmacht, ist auch die Bierbrauerey, und die Wollenwebereyen nicht unbedeutend. Die Einwohner sind lutherisch.

Im J. 1802 wurde diese Stadt Würtemberg als Entschädigung übergeben. Jetzt ist Aalen ein Oberamt, zu welchem die Ellwangischen Aemter Wasseralfingen, Abbtsgemünd und Kochenburg geschlagen sind. Es gehört zur Landvogtey Ellwangen. Ihr Matricularanschlag betrug ehemals 60. fl. wurde im J. 1683. auf 29. fl. und wiederum im J. 1728. auf 38. fl. gesetzt. Zu einem Kammerziel giebt sie 23. Rthl. 26 kr. Von ihrem Stadtschultheissenamt giebt sie jährl. 10. fl. in das Waibelamt der Landvogtey Altdorf.


Quellen und Literatur.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Geographisch- Historisch- Statistisches Zeitungs-Lexikon von Wolfgang Jäger, Professor zu Altdorf. Neu bearbeitet von Konrad Mannert, Königl. Bairischen Hofrath und Professor der Geschichte und Geographie zu Würzburg. Nürnberg, bey Ernst Christoph Grattenauer 1805.
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