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Domkirche.Bearbeiten


Drey fromme Schwestern,[1] gibt die Geschichte, wohnten im Jahre 1500 in einem Hause, welches das Schwesternhaus genannt wurde, das nachmahls, man weiß nicht wie, an die Jesuiten kam, die es zum Collegium verwendeten, denn sie waren erst Anno 1609 hier bekannt; Kaiser Mathias stiftete dieses Unternehmen, und Ferdinand der II. vermehrte das Einkommen, indem er ihnen die Herrschaft Ottensheim, und das ehemahlige Frauenkloster Bulgaren zugewiesen hatte.

Aus dem so genannten Annomoischen Hause, welches die Jesuiten von den Ständen erhielten, und von dem dazu erkauften Mandseeischen Hause errichteten sie Anno 1635 und 1636 das Seminarium, welches 1682 neu erbaut und mit mehreren Stiftungen versehen wurde; die Jesuitenkirche wurde aber erst 1670 erbaut.

Nach Aufhebung der Jesuiten wurde aus dem Collegium eine Grenadier-Kaserne, und aus dem Seminarium ein Gymnasium errichtet; den Jesuitengarten besitzt Mayereder sub Nro. 402 im Welsergäßchen; aus der Kirche ist die Domkirche geworden, welche Anno 1783 zur Mutterkirche erklärt wurde.


Quellen.Bearbeiten

  1. Topographisch-historische Beschreibung alle Städte, Märkte, Schlösser, Pfarren, und anderer merkwürdigen Oerter des Landes Oesterreich ob der Enns. In alphabetischer Ordnung von ihrem möglichst erhobenen Ursprunge bis zum Wiener-Friedensschluße 1809. Von Ignaz Giegle, gewesenen Pfleger, Bezirkskommissär, Justiz- und Landgerichts-Verwalter zu Wimsbach, jetzt Hofrichter zu Lambach. Im Verlage bey Joseph Fink, Buchhändler in Linz. Wels, 1814. Gedruckt bey Michael Haas.
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