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Altona.Bearbeiten

[1]
Altona, eine ansehnliche offene Handelsstadt in Holstein, an der Elbe, eine Viertelstunde von Hamburg entfernt und dem König von Dänemark gehörig. Die daselbst herrschende Toleranz macht sie für Viele zu einer Art von Freistätte. Sie war anfangs ein bloßes Dorf, erhielt aber 1664 Stadtrecht. Altona, das eigentlich seinen Namen von der allzunahen Lage bei Hamburg hat, indem es vom Hamburger Berge bloß durch einen Graben sich scheidet, zählt 30,000 Einwohner, hat einen wichtigen Land- und Seehandel, Schiffsbauereien und bedeutende Manufacturen (z. B. Zuckerrafinerien, Sammt-, Seidenzeug-, Ledermanufacturen xc.), und ist der Sitz der königl. Heringsfischerei, so wie es auch an dem grönländischen Wallfischfang Antheil nimmt. Auch ist hier eine 1777 etablirte Giro- und Zettelbank. Ein Gymnasium, eine Bibliothek, das Zucht- und Waisenhaus sind ebenfalls bemerkenswerth. Das Dorf Ottensen, wo Klopfstock ruht, hängt fast mit Altona zusammen.


Reisende.Bearbeiten

[1812]

Altona, den 25sten September. [2]

Der Herr Graf von Dernath, welcher sich als königl. dänischer Gesandte nach Dresden begiebt, ist auf seiner Reise dahin hier angelangt.


Zeitungsnachrichten.Bearbeiten

[1806]

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Miscellen.

Ein am Nachmittage des 30. Julius nach 6 Uhr, im Schauspielhause zu Altona bey der Vorstellung eines sogenannten militärischen Stückes auf dem Theater ausgebrochenes Feuer, welches wahrscheinlich durch Abfeuern von Gewehren entstanden war, ist zwar durch die herbeygeeilte schleunige Hilfe sogleich gelöscht worden: es hat sich aber dabey der Unfall ergeben, daß durch das grosse Gedränge, welches bey der Feuersgefahr auf der Gallerie Staat hatte, verschiedene Personen auf derselben theils erdrückt, theils mehr oder weniger beschädigt worden sind. Von den in den Logen und auf dem Parterre befindlich gewesenen Zuschauern ist niemand verletzt worden. Die Zahl der Erdrückten kann mit Gewißheit in 6 bestimmt werden, so wie die Zahl der mehr oder weniger Beschädigten wenigstens 10 beträgt. Das ganze Ungl ck würde vermieden worden, und kein Mensch dabey zu Schaden gekommen seyn, wenn bey dem allgemeinen Bestreben der zahlreichen Zuschauer der Feuersgefahr zu entgehen, Kaltblütigkeit und Gelassenheit geherrscht hatte, welche aber leider bey solchen Unfällen immer nur zu sehr fehlen.


Quellen.Bearbeiten

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