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Anna Peter Montesquiou-Fezenzac.Bearbeiten

Montesquiou-Fezenzac (Anna Peter) Feldmarschall, Mitglied der französischen Akademie, geboren 1741, Deputirter des Pariser Adels bey der General-Stände-Versammlung.

Er war einer der ersten, die zu dem dritten Stande übergingen. Nach dem Schlusse der Sitzungen wurde er im mittägigen Frankreich als Feldmarschall angestellt und im Aprill 1792 zum Obergeneral der Armee im Mittag ernannt.

Da man zu Ende des Jahres mit seinem Vertrage mit der Republik Genf nicht zufrieden war, wurden Kommissäre abgeschickt, die ihn arretiren sollten. Als diese in Genf ankamen, war er abgereist, hatte sich in die Schweiz geflüchtet und zur Entschädigung für sein Vermögen, das er in Frankreich ließ, die Kriegskasse mitgenommen. Er überschickte hierauf dem Konvent seine Rechnung und schloß diese mit den Worten: "Ich bin kein Betrüger, aber euer Narr will ich auch nicht seyn."

Ein Dekret vom 3. September 1795 gestand Montesquiou die Freyheit zu, wieder in sein Vaterland zurückzukehren. Er erschien 1797 in den konstitutionellen Zirkel, welchen damahls die Direktorialparthey den Clichiens entgegensetzen wollte, und starb zu Paris den 30. Dezember 1798.

Chronik.Bearbeiten

[1806]

Das Neueste vom Kriege.

So eben erschallt die wichtige Kunde, daß der General Montesquiou -- für dessen Abzezung der neue Volkssenat izt einmüthig stimmt!! -- am 21sten September mit 20-tausend Mann in Savoyen eingefallen, und die Städte Chambery, Montmelian, Annecy, u. s. w. ohne Schwerdtschlag weggenommen habe. Alle dortige bewaffnete Miliz soll, ohne einen Schuß zu thun, ihre Gewehre gestrekt haben, Piemonteser-Truppen aber, die sich zur Wehr sezten, zurükgetrieben und zusammengehauen worden seien. Ja nach den neusten Nachrichten aus Genf soll sogar das ganze Herzogthum Savoyen sich den Franzosen bereits ergeben haben, Genf und der Kanton Bern, in welchem das Wattland ganz für Frankreich gestimmt ist, zittern; und alles wimmelt dort von Kriegsrüstungen. -- Montesquiou führte vor seinem Eindringen in Savoyen einen seinen Kriegskniff aus. Er hatte seine Armee vermuthen lassen, er werde gegen Spanien marschiren. Dies hinterbrachten die Sardinischen Spionen ihrem Könige, der dadurch sicher gemacht, den Einfall der Franken selbst erleichterte. Montesquiou aber brach in Savoyen ein, während er die Kriegserklärung nach Turin schikte.



Quellen und Literatur.Bearbeiten

  • Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.
  • Chronik. 79. Dienstags, den 2ten October 1792.
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