Wimpfen.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Wimpfen, ehemalige freye Reichsstadt am Neckar, in Schwaben, welche der lutherischen Religion zugethan ist, 2 Meilen von Heilbronn, auf einem Berge. Sie wird wegen ihrer hohen Lage Wimpfen auf dem Berge genennt, zum Unterschied des Städtchens, welches eine Viertelstunde davon liegt, der Stadt untergeben war, und

Wimpfen im Thal heißt. Es enthält das ehemalige katholische adeliche Collegiatstift St. Petri, und ein Dominikanerkloster. 1761 ist bey der Stadt ein Salzwerk angelegt worden, welches aber wenig Vortheile bringt. Zu den Besizungen der Stadt gehörte noch ein beträchtlicher Wald; die reinen Einkünfte schätzte man auf 8000 Gulden. Im Jahr 1802 wurde die Stadt dem Kurfürsten von Baden unter seinen Entschädigungen zugetheilt; das adeliche Stift aber Hessen-Darmstadt gegeben, welches im Jahr 1803 durch Tausch auch die Stadt Wimpfen erhielt. Beyde zusammen machen nun ein Amt mit 2568 Einwohn. im Fürstenthum Starkenburg. Zu einem Römermonat giebt diese Stadt 25 fl. und zu einem Kammerziel 64 Thlr. 72 kr. Ihr Wappen ist ein schwarzer Adler, der einen silbernen niederwärts gekehrten Schlüssel im Schnabel hat, im goldnen Felde.


Quellen.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geographisch- Historisch- Statistisches Zeitungs-Lexikon von Wolfgang Jäger, Professor der Geschichte zu Landshut. Landshut, bei Philipp Krüll, Universitätsbuchhändler. 1811.
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