Beauvais.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


The Metropolitan Museum of Art.



Beauvais,[1] eine etwas befestigte, aber zugleich von hohen Bergen umgebene Stadt am Flusse Therain in dem Ländchen Beauvais, in der Isle de France. Jezt die Hauptstadt im Departement der Oise. Ehemals war ein Bißthum, noch drey Abteyen, überdies viele Kirchen und Klöster in dieser Stadt. Die Zahl der Feuerstellen beträgt 2900, in weichen 12,440 Einwohner leben, nach der Zählung im Jahr 1802. Als 1472. diese Stadt von Herzog Carl von Burgund belagert war, so thaten die Weiber einen hitzigen Ausfall, und erbeuteten eine Fahne, womit noch alle Jahr den 14 Oct. zum Andenken dieser Befreyung ein solenner Umgang gehalten wird, da die Weiber vor den Männern voraus gehen. Man nennt sie eine Jungfer, weil sie niemals eingenommen worden ist. Es werden an diesem Orte Tücher, Serges und andere wollene Zeuge verfertigt, auch ist seit 1664. eine ansehnliche Tapetenmanufaktur hieselbst.

Beauvais ist zugleich der Hauptort eines Arrondissements, zu welchem folgende Cantons gehören: Beauvais, Aumenil, Chaumont, Condray, St. Gernier, Formery, Marseille, Meru, Niville, Noailles, Songeons.


Quellen.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geographisch- Historisch- Statistisches Zeitungs-Lexikon von Wolfgang Jäger, Professor zu Altdorf. Neu bearbeitet von Konrad Mannert, Königl. Bairischen Hofrath und Professor der Geschichte und Geographie zu Würzburg. Nürnberg, bey Ernst Christoph Grattenauer 1805.
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