Eroberung von Alessandria.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den 22. July 1799.

Der Feldmarschall-Lieutenant Bellegarde erhielt den Auftrag, die Festung Alessandria förmlich zu belagern. Am 14. July wurde die erste Parallele vollendet, und ein und zwanzig Batterien waren bereit, ihr Feuer zu eröffnen. Da der französische Commandant, General Gardanne, alle Aufforderung zur Uebergabe zurückwieß, so wurden die Arbeiten mit Lebhaftigkeit fortgesetzt; die Festung ward aus 210 Feuerschlünden beschossen, und sechs Tage nachher war auch schon die zweyte Parallele geendigt, der bedeckte Weg weggenommen, und Batterien errichtet, um Bresche zu schießen. Der General Gardanne, der die Annäherung der Gefahr einsah, und es nicht auf einen Sturm ankommen lassen wollte, trug nun, am 21. July Nachmittags, auf eine Capitulation an, die noch am nähmlichen Abend zu Stande kam; vermöge derselben zog die Garnison, die 2,600 Mann stark war, am folgenden Tage aus der Citadelle, und ward kriegsgefangen über Pavia nach den österreichischen Erbstaaten zurückgeschickt. Während der Belagerung war der General von Chateler, General-Quartier-Meister der alliirten Armee, der durch seine Talente und Thätigkeit in diesem Feldzuge ausgezeichnete Dienste geleistet hatte, bey seiner Rückkehr aus dem Laufgraben durch einen Musketenschuß schwer verwundet worden.


Quellen und Literatur.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Denkwürdigkeiten aus der Geschichte der österreichischen Monarchie. Auf jedem Tag des Jahrs gesammelt. Von G. A. Griesinger. Wien. Bey J. V. Degen, Buchdrucker und Buchhändler. 1804.
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