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Bergamo.Bearbeiten


Bergamo,[1] Stadt im mailändischen Gouvernement des Lombardisch-Venetianischen Königreichs, ehemals die Hauptstadt im Departement des Serio, im vormaligen Königreich Italien. Sie ist etwas befestigt, liegt an einem Hügel zwischen den Flüssen Brembo und Serio und hat eine Citadelle, die im Mittelpunkte der Stadt liegt und mit einer außerhalb der Stadt auf einer Anhöhe liegenden Festung La Capella durch unterirdische Gänge Gemeinschaft hat. Die Zahl der Einwohner beläuft sich auf 25,000. Zwischen den Vorstädten St. Leonardo und St. Antonio ist ein mit vielen Buden besetzter Platz, auf dem die in dortigen Gegenden berühmte Bartholomäus-Messe gehalten wird, die vierzehn Tage dauert. Der Handel der Stadt mit Seide, Wolle, Eisenwaaren und Wein ist beträchtlich. Der Bischof steht unter dem Erzbischof von Mailand und führt den gräflichen Titel.


Unglück durch eine Schneelawine.Bearbeiten


Der zwey und zwanzigste Jänner 1810. [2]

Am 22. Jänner ereignete sich in der Nachbarschaft von Bergamo Abends 8 Uhr ein sehr trauriger Vorfall. Das ganze Dorf Trabuchella, im Thal Brembana wurde durch eine ungeheuer große Schneelawine, die von einem benachbarten Berg herabrollte, völlig bedeckt. Dreyßig verschüttete Menschen wurden todt unter dem Schnee hervorgezogen, und mehrere hundert Menschen waren beschäftigt, die verschütteten Häuser auszugraben, in Hoffnung vielleicht einem oder dem andern unglücklich gewordenen noch das Leben zu retten.


Quellen.Bearbeiten

  1. Conversations-Lexicon oder encyclopädisches Handwörterbuch für gebildete Stände. Stuttgart bei A. F. Macklot. 1816.
  2. Neues historisches Handbuch auf alle Tage im Jahr mit besonderer Rücksicht auf die Ereignisse der neuesten Zeiten von Wagenseil Königl. baier. Kreißrath. Erster Band. Augsburg und Leipzig in der von Jenisch und Stageschen Buchhandlung.
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