Von Bastille bis Waterloo. Wiki
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Bessarabien.[]


Bessarabien und Budgiak oder Budshak,[1] Landschaften am schwarzen Meer zwischen dem nördlichen Arm der Donau und dem Dniester. Letztere wird auch das tatarische Bessarabien genennet und formirt zwischen dem Dniester und dem schwarzen Meer einen spitzigen Winkel. Das ganze Land hat gegen 400 ge. Quadrat meilen, ist eben und fruchtbar, wird aber von den Tartaren mehr zur Viehzucht als zum Ackerbau benutzt. Mehrere kleine Flüsse, welche in das schwarze Meer fallen, durchziehen das Land, es hat aber demungeachtet an mehrern Orten Wassermangel, und sehr wenig Brennholz. Die eigentlichen Bewohner sind Nogaische Tartaren, welche 1595. hieher verpflanzt wurden und ihren Namen von dem Flecken Budeschal am Dniester erhielten. Ihr jetziger Hauptort ist Kavschany. Sie erkennen die Oberherrschaft der Türken, welche den südlichen Theil des Landes im Besitz haben. Der türkische Theil ist der ansehnlichste, und begreift die Districte von Ismail, Kilia nova und Akkierman oder Bialogrod.


Zeitungsnachrichten.[]

[1812]

Bucharest, den 9ten Oktober. [2]

Der Senator Milasiewicz ist zum Civilgouverneur in Bessarabien ernannt, und von Jassi nach Kischinew, dem zum Sitze der Regierung der Provinz Bessarabien bestimmten Orte, abgegangen.


Quellen.[]

  1. Geographisch- Historisch- Statistisches Zeitungs-Lexikon von Wolfgang Jäger, Professor zu Altdorf. Neu bearbeitet von Konrad Mannert, Königl. Bairischen Hofrath und Professor der Geschichte und Geographie zu Würzburg. Nürnberg, bey Ernst Christoph Grattenauer 1805.
  2. Allgemeine deutsche Zeitung für Rußland. No. 268 Donnerstag, den 7. /19. November 1812.
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