Bodensee.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

[1]
Bodensee, welcher auch der Costnitzer- oder Bregenzersee genennt wird, ist ein fischreicher See, über 7 Meilen lang, und 3 Meilen breit, zwischen Schwaben und der Schweiz, durch welchen der Rhein fliesset. Die größte Tiefe soll bey 350 die mittlere 100 Klaftern betragen. Er wird in den Ober- und Unter-See abgetheilt. Der bey weiten größere Obersee, reicht von Bregenz bis Konstanz, der Untersee, wird wieder in den Zellersee, wo die Insel Reichonau ist, und in den eigentlichen Untersee abgetheilt, wo der Rhein fließt. Der nordwestlichern Busen, wo die Insel Meinau sich befindet, heißt der Bodmersee, auch der Ueberlingersee. Die Herrschaft über den See ist zwischen dem Schwäbischen Kreis und den Schweitzern getheilt. Der Fischfang war ehedessen noch beträchtlicher als er jezt ist, vorzüglich schäzt man die Gangfische oder jungen Lachsforellen des Bodensees überall. Handel und Schiffahrt, schränkt sich hauptsächlich auf Getreid und Salz ein, welches aus Baiern und Schwaben nach der Schweitz verführt wird. Der See hat seinen Namen von dem Schloß Bodmen.


Bodensee.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

[2]
Bodensee (eigentlich Bodmansee, von dem alten Schloß Bodman), oder costnitzer, constanzer See ist ein großer See zwischen Deutschland und Helvetien, zwölf Stunden in der größten Länge, vier Stunden in der größten Breite, und 368 Klaftern in der größten Tiefe; 1089 Fuß über dem Meere. Er wird in den Zelleruntern und bregenzer oder obern See getheilt. Mehrere Flüsse ergießen sich in denselben, z.B. der Rhein, der bei Rheineck hinein- und bei Stein am Rhein wieder hinaustritt, ferner die Bregenz, der Argen, die Schüssen und vier Flüsse, die den Namen Aach führen. In ihm liegen die Inseln Lindau, Reichenau und Meinau. Er enthält viele Fische, z.B. Gangfische oder junge Lachsforellen. Handel und Schifffahrt sind wegen des Rheinfalls bei Schafhausen nicht sehr beträchtlich, und beschränkten sich auf Getraide, Salz und Seewien, wie man den Wein dieser Gegend nennt. Er ist seit 1695 nie wieder ganz zugefroren.


Quellen.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geographisch- Historisch- Statistisches Zeitungs-Lexikon von Wolfgang Jäger, Professor zu Altdorf. Nürnberg, bey Ernst Christoph Grattenauer 1805.
  2. Conversations-Lexicon oder encyclopädisches Handwörterbuch für gebildete Stände. Stuttgart bei A. F. Macklot. 1816.
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