Brest.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brest, eine wohlbefestigte Stadt in den ehemaligen Bretagne, jetzt der Hauptort eines Arrondissements im Departement Finisterre, mit 25,000 Einwohnern.

Wichtig ist der große Hafen und die vorliegende Rhede, auf welcher 500 Kriegsschiffe mit voller Sicherheit liegen können. Ferner sind hier zu bemerken die Seearsenale, die Schifffahrt- und Schiffbauschule, eine Specialschule das Seeingeniercorps u. s. w. Hier liegt ein bedeutender Theil der französischen Seemacht, daher Brest ein beständiger Gegenstand der Aufmerksamkeit für die Engländer ist. Die Fischereien sind hier sehr beträchtlich, besonders der Sardellenfang.

Am 1sten Juni 1794 ward bei Brest die französische Flotte von den Engländern unter Howe geschlagen, welche ihr sechs Linienschiffe abnahm und ein siebentes versenkte, und als sie in demselben Jahre noch einen Streifzug wagte, verlor sie abermals fünf Linienschiffe.

Seit mehrern Jahren hat die brester Flotte nichts mehr zu unternehmen gewagt.



Brest.

Zeitungsnachrichten.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

[1812]

Dem Vernehmen nach sind der Tremendous und der Poitiers, welche die Diana zurückgelassen hatte, indem sie den Feind jagten, nach ihrer Station vor Brest zurückgekehrt, indem sie den Feind am zweyten Tage der Jagd bey neblichtem Wetter aus dem Gesicht verloren.

Quellen und Literatur.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Conversations-Lexicon oder encyclopädisches Handwörterbuch für gebildete Stände. Stuttgart bei A. F. Macklot. 1816.
  • Allgemeine deutsche Zeitung für Rußland. No. 89. Freytag, den 12. April 1812.
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