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Burckhausen.Bearbeiten


Burckhausen, Burghausen,[1] Stadt am Fluß Salza, welcher nicht weit davon in den Inn fällt, in Oberbayern, nebst einem auf einem Berge gelegenen alten ehemals festen Schloß. Sie besteht aus einer langen Gasse mit einem schönen Marktplatze und zählte im J. 1794. 2,042 Einwohner in 243 Häusern. Um die Stadt her liegen aber mehrere zum Burgfrieden gehörige Häuser; mit diesen und den öffentlichen Gebäuden hat die Stadt 295 Häuser. Im Kriege 1742. ward sie schon von Oesterreichern sehr mitgenommen. In dieser Stadt war eine kurfürstliche Regierung oder ein Rentamt, ein wohleingerichtetes Zuchth. in den Schloßgebäuden ein Collegium der ehemaligen Jesuiten. Die Summe der zu diesem Rentamte gehörigen Menschen betrug nach der Zählung im J. 1794. 142,186 Seelen. Es gehörten zu demselben 17 Pfleg- und Landgerichte. Durch ein kurfürstl. Reskript vom 3ten Febr. 1802. ist aber die ganze Regierung aufgehoben, die fünf Landgerichte Vilshofen, Hals, Griesbach, Julbach und Ehring der Regierung Straubingen, die übrigen 12 Reichenhall, Traunstein, Marquartstein, Kling, Troßburg, Wald, Neuenötting und Marktl, Krayburg und Mermosen, Hoenaschau und Stadt Burghausen, aber in Regierungssachen der Landes Direktion und in Justitzsachen dem Hofrath zu München zugetheilt worden. Burghausen ist in Zukunft der Sitz der vereinigten Landgerichte Neuenötting Marktl und Wald und eines Kameralamtes; alle so wie die Stadt selbst gehören nach München.


Quellen.Bearbeiten

  1. Geographisch- Historisch- Statistisches Zeitungs-Lexikon von Wolfgang Jäger, Professor zu Altdorf. Neu bearbeitet von Konrad Mannert, Königl. Bairischen Hofrath und Professor der Geschichte und Geographie zu Würzburg. Nürnberg, bey Ernst Christoph Grattenauer 1805.
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