Camille Borghése.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Borghése (Camille), gebohren den 8ten August 1775 zu Rom, italienischer Prinz, Prinz von Frankreich xc. diente einige Zeit in den französischen Armeen, und nachdem er verschiedene Proben seiner Anhänglichkeit, für die Sache der Franzosen, namentlich für die Person des Generals Bonaparte gegeben, kam er nach Paris und vermählte sich 1803 mit der Wittwe des Generals Leclerc, Pauline, Schwester des Kaisers Napoleon. 1804 ward er französischer Prinz und Ritter der Ehrenlegion. Bey dem Ausbruche der Feindseligkeiten mit Oesterreich 1805 ward er zum Eskadronschef der kaiserlichen Garde erhoben. Nach dem Frieden von Preßburg ertheilte Napoleon seiner Schwester das Fürstenthum Guastalla, so daß nun der Prinz, ihr Gemahl, den Titel: Prinz von Guastalla führt. Gegenwärtig residirt er zu Turin, als Generalgouverneur der Departemente jenseits der Alpen.


Kamill Philipp Ludwig, Fürst Borgehes.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kamill Philipp Ludwig Fürst Borghese, geboren am 12. Julii 1775, Fürst (von Sulmona und von Rossano im Königreich beider Sicilien) seit dem im Monat April des Jahrs 1800 erfolgten Tod seines Vaters. Daß er sich am 6. November 1803 mit Paulina Buonaparte, verwitweten Le Clerc, nachheriger Prinzessin vermählte, ist schon bemerkt.

Am 10. Februar 1805 ertheilte ihm der Kaiser Napoleon das große Band der Ehren-Legion.

Er wurde am 27. Merz 1805 vom Erhaltungs-Senat zum französischen Bürger und am 30. Merz 1806 vom Kaiser mit seiner Gemahlin zum Fürsten und Ducca von Guastalla ernannt. Er war im Jahr 1805 im Monat Sept. Garde-Eskadrons-Chef, und am Schluß des Monats December Obrist des ersten Karabiner-Regiments, im Jahr 1807 Brigade-General. Am 13. Februar 1808 wurde er, als Titular einer Groß-Würde, Fürst General-Gouverneur der Departemente jenseits der Alpen, (von der Doira, von Marengo, vom Po, von der Sessia und von der Stura,) wofür seine Amts-Residenz zu Turin war, und seitdem bekam auch er das Prädikat Kaiserliche Hoheit. Im Jahr 1809 wurde er auch Ober-Kommandant der 27. und der 28. Militär-Division; als solcher hatte er im Jahr 1814 den Ober-Befehl über die dort gesammelte Reserve-Armee von Italien. Am 19. April huldigte er der provisorischen Regierung von Frankreich, und am 27. des nemlichen Monats trat er den verbündeten Mächten die ihm untergeordneten festen Pläze, unter Zurükweisung ihrer Besazungen und der anderen Truppen über die Alpen, ab.

Er begab sich dann nach Meiland, von wo er am 24. Julii nach Venedig reiste.


Quellen und Literatur.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.
  • Das Haus Buonaparte. Ein genealogischer Versuch. 1814
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