Colmar.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Colmar,[1] Vormals die Hauptstadt im Ober-Elsaß, jetzt die Hauptstadt im französischen Departement des Ober-Rheins. Colmar liegt in einer fruchtbaren Gegend, auf einer Seite an der Ill, auf der andern im flachen Lande, durch welches die Flüßchen Thür, Lauch und Fecht fließen, wovon der letztere die Mühlen in der Stadt treibt und die kleinen Bäche in den Gassen macht. Sonst zählte man 18,000, jetzt zwischen 13- und 14,000 Einwohner, deren größter Theil catholisch ist. Colmar hat Manufacturen in Tuch, Zitz, Baumwollenzeugen, Strümpfen, Leinenband, Krepp u. s. w. und handelt hauptsächlich mit Tabak und Weinen. Die berühmte 1773 von Pfeffel angelegte Militärschule wurde durch die Revolution aufgehoben, wie auch das Gymnasium der Stadt, das anfangs in eine Centralschule verwandelt, im J. 1803 aber durch eine Secundärschule ersetzt wurde. Die Stadt war eine von den zehn Reichsstädten, die unter der Landvogtei Hagenau standen, bis sie 1673 an Frankreich kam.


Quellen.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Conversations-Lexicon oder encyclopädisches Handwörterbuch für gebildete Stände. Stuttgart bei A. F. Macklot. 1816.
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