Dominicaner, Mönchsorden, den der H. Dominicus von Gusman, der sich wider die Albigenser in Languedoc so eifrig bewies, zu Anfang des 13ten Jahrhunderts gestiftet und P. Innocentius III. im Jahr 1215 approbirt, P. Honorius III. im folgenden Jahre durch eine Bulle bestätiget und ihm die Benennung des Prediger-Ordens beygelegt hat, weil die Dominicaner sich besonders durch Predigen auszeichneten. In Frankreich hießen sie insgemein Jacobins, weil das erste Kloster, das sie in Paris bekamen, in der St. Jacobsstrasse liegt. Der Orden hat 45 Provinzen und 12 besondere Congregationen; wovon aber seit der Revolution das was in Frankreich lag, wegfällt. Der General hat seinen Sitz zu Rom. In der speculativen Theologie halten sie es mit dem H. Thomas von Aquino, daher sie auch, im Gegensatze der Scotisten und anderer neuerer Theologen, Thomisten heissen. Sie sind in den Ländern, wo die Inquisition ist, Hauptpersonen bey derselben. In ihren Klöstern sind sie weiß gekleidet; wann sie ausgehen, so nehmen sie noch einen schwarzen Mantel und schwarze Kappe. Es giebt auch Nonnen von diesem Orden, unter denen die H. Catharina von Siena eine Reforme zu Stande gebracht hat.


Quellen und Literatur.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Geographisch- Historisch- Statistisches Zeitungs-Lexikon von Wolfgang Jäger, Professor zu Altdorf. Neu bearbeitet von Konrad Mannert, Königl. Bairischen Hofrath und Professor der Geschichte und Geographie zu Würzburg. Nürnberg, bey Ernst Christoph Grattenauer 1805.
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