Elva, Elba, bergichte Insel auf dem Toscanischen Meer, in Italien, dem Herzoge von Sora und Fürsten von Piombino als ein Spanisches Lehn gehörig, ausgenommen Porto Ferrajo, welches der Großherzog von Florenz, und Porto Longone, welches der König beyder Sicilien besaß. Sie hat 7 ge. Quadratmeilen Flächeninhalt. Auf dieser Insel wird viel Eisen, auch Magnetstein, Schwefel, Vitriol, Zinn und Bley gegraben. Auch der Fischfang, nebst dem Obst- und Weinbau sind von Bedeutung.

Der Besitz dieser Insel wurde 1801 im Frieden von Lüneville an den K. von Hetrurien, und von diesem an Frankreich abgetreten, welches ein Conseil und einen Generalcommissair daselbst hält, und die Häfen dieser und der benachbarten kleinen meist unbewohnten Inseln Capraia, Pianosa, Palmaiola und Monte Christo für mauthfrey erklärt hat. Das Ganze hat 13,750 Einwohner, und ist in 7 Municipalitäten vertheilt, welche zu keinem der Französischen Departements gehören, aber auch wegen der zu unbedeutenden Menschenzahl kein eigenes ausmachen.

Die Insel Elva allein, von welcher (ihrer Fruchtbarkeit ungeachtet) ein beträchtlicher Theil unangebaut liegt, hat 12,250 Einwohner.


Quellen und Literatur.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Geographisch- Historisch- Statistisches Zeitungs-Lexikon von Wolfgang Jäger, Professor zu Altdorf. Neu bearbeitet von Konrad Mannert, Königl. Bairischen Hofrath und Professor der Geschichte und Geographie zu Würzburg. Nürnberg, bey Ernst Christoph Grattenauer 1805.
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