Ernst, Herzog von Sachsen-Coburg-Saalfeld.

Zeitungsnachrichten.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

[1807]

Staatsbegebenheiten.

Einige Tage vor dieser französischen Besitznahme der koburgischen Lande war von Seiten der dasigen Regierung folgende Bekanntmachung erlassen worden.

Die Feinde des Vaterlandes haben in öffentlichen Zeitungen, und selbst bey den kaiserl. französ. Behörden die Nachricht zu verbreiten gesucht, daß Unser Durchlauchtigster Landes Herr sich in Diensten der königl. preußischen Armee befinde, und gegen die kaiserliche französische Armee streite. Da nun diese Nachricht ungegründet ist, da Se. Durchl. niemals in wirklichen Kriegsdiensten gestanden haben, sondern, nachdem Sie im Monate Oktober bey Sr. Majestät dem Könige von Preußen einen Besuch in Weimar abgestattet hatten, auf Ihrer Reise nach Riga zu Ihrer Durchlauchtigsten Frau Schwester *), in Königsberg von einem gefährlichen Nervenfieber überfallen wurden, und noch krank daselbst darnieder liegen, also an dem Kriege selbst auf keine Art Antheil nehmen konnten; als wird dieses zur Berichtigung des Publikums zu Jedermanns Wissenschaft hierdurch bekannt gemacht.

Koburg, den 18. Jan. 1807.

Herzogl. Sächs. Landesregierung.
v. Kretschmann.
*) Die Prinzessin Juliane Henriette Ulrike, Tochter des verstorbenen Herzogs von Sachsen-Koburg und Saalfeld, ist bekanntlich seit dem Jahre 1796 unter dem Namen Anna Feodorowna mit dem russischen Großfürsten Konstantin vermählt.

Quellen und Literatur.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • National-Zeitung der Deutschen. 7tes Stück, den 12ten Februar 1807.
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