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Piemont.Bearbeiten

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Piemont, ehemaliges Fürstenthum, im obern Italien, das nordwärts an Savoyen und das Walliserland, westwärts an Frankreich, südwärts an das Mittelländische Meer und an das Genuesische Gebieth, und ostwärts an Montferrat und Mayland gränzte. Es ist fruchtbar an Getreide, vielem Reis, Wein, Obst, Viehweide. Besonders wird der Seidenbau stark und mit glücklichem Erfolg getrieben. Die Piemontesische Seide wird für die beste in Europa gehalten, und das Land liefert deren jährlich 560,000 Pf. Sie wurde zum Theil verarbeitet in noch größerer Menge aber als Orgasinseide an das Ausland abgegeben. Aber unter der gegenwärtigen Regierung ist der Absatz von roher und organisirter Seide an Ausländer sehr erschwert worden, um die einheimischen und Französ. Manufakturen zu heben. Ueberhaupt ist Arbeitsamkeit und Fleiß in diesem Lande sehr groß. Die Manufakturen steigen immer mehr empor und die Landwirthschaft wird sehr gut getrieben. Der zahlreiche Adel ahmt die französischen Sitten, wiewohl nicht gar glücklich nach. Die nothwendigsten gelehrten Kenntnisse, Arzneywissenschaft, Mathematik xc. werden in Piemont nicht vernachlässigt; aber die feinere Gelehrsamkeit und die schönen Künste werden wenig cultivirt. Oefters begreift man unter dem Namen Piemont zugleich das angränzende Montferrat, nebst den von dem Herzogthum Mayland an den König von Sardinien gekommenen Landschaften. In dieser Ausdehnung schäzte man die Größe des Landes auf 600 ge. Quadratmeilen mit 2,260,000 Einwohn. Piemont im engsten Verstand, ohne Montferrat, Nizza xc. auf 310 Quadratmeilen mit 1,400,000 Einwohnern. Dieses Land machte ehedessen den wichtigsten Theil der Staaten des Königs von Sardinien. Jezt gehört es zu Frankreich, und ein kleiner Strich zum Italienischen Königreich. Ueber die neuern Verhältnisse, Zählungen und Eintheilung in Departements, s. den Artikel Sardinische Monarchie.


Piemont..Bearbeiten

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Piemont, ein ehemaliges Fürstenthum in Ober-Italien, das nördlich von Savoyen und dem Walliserlande, westlich von Frankreich, südlich vom Mittelmeere und dem Genuesischen und östlich von Montferrat und Mailand begränzt wird. Es bringt Getreide, Reiß, Obst und Wein in Fülle hervor, und hat schöne Waiden. Das wichtigste Product aber ist die Seide, die für die beste in Europa gehalten wird. Es liefert davon jährlich 560,000 Pfund, die zum Theil im Lande selbst verarbeitet werden. Das eigentliche Piemont enthielt 310 Quadratmeilen, mit 1,400,000 Einwohner. Dieses Land macht einen Hauptbestandtheil des Königreichs Sardinien aus, wo das weitere nachzusehen ist.


Quellen.Bearbeiten

  1. Geographisch- Historisch- Statistisches Zeitungs-Lexikon von Wolfgang Jäger, Professor der Geschichte und Geographie zu Würzburg. Nürnberg, bey Ernst Christoph Grattenauer 1806.
  2. Conversations-Lexicon oder encyclopädisches Handwörterbuch für gebildete Stände. Stuttgart bei A. F. Macklot. 1816.
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