Ferdinand, Erzherzog von Oesterreich.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Ferdinand,[1] Erzherzog von Oesterreich, Onkel des Vorhergehenden, gebohren den 1. Juny 1754, war lange Zeit Gouverneur von Mayland und mit der einzigen Tochter des Herzogs Herkules Raynald von Modena vermählt, das in dem Frieden von Lüneville gegen den Breisgau und Ortenau vertauscht wurde. In dem Frieden von Preßburg fielen diese Provinzen, aber größtentheils an den Großherzog von Baden. Er starb zu Wien den 24. Dezember 1806. Seine jüngste Tochter ist die Gemahlinn des Kaisers Franz.


Zeitungsnachrichten.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

[1806]

Todesfälle.

Wien. Am 24. Dez. [2] Nachmittags starb hier an der Brustwassersucht der Erzherzog Ferdinand, königl. Prinz von Ungarn und Böhmen, Erzherzog von Oesterreich xc., Oheim des jetzt regierenden Kaisers und Königs. Derselbe war am 1. Jun. 1754 geboren und hatte sich am 15. Okt. 1771 mit der Prinzessin Marie Beatrix, Tochter des Herzogs Herkules III von Modena, Reggio und Mirandola, vermählt. Die feyerliche Beysetzung des Verewigten in die kaiserlich Familiengruft in der Kapuzinerkirche erfolgte am 27. Dez.


Nürnberg, den 29. Dez. [3]

So eben eingelaufene Briefe aus Wien bringen die Nachricht mit, daß der Erzherzog Ferdinand noch seiner schweren Krankheit habe unterliegen müssen, und im 52. Jahr seines Alters mit Tod abgegangen sey. Die nämlichen Briefe melden daß die Erzherzoge von Oesterreich künftig nicht mehr den Titel königl. Hoheit, sondern kaiserl. Hoheit führen werden.


Quellen.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.
  2. National-Zeitung der Deutschen. 5tes Stück, den 29ten Januar 1807.
  3. Augsburgische Ordinari Postzeitung, Nro. 1. Donnerstag, den 1. Jan. Anno 1807.
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