Fürst Ferdinand Maximilian Meriadec von Rohan.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Rohan (Fürst Ferdinand Maximilian Meriadec von) geboren zu Paris den 7. November 1738, ward von seiner Jugend an zum geistlichen Stande bestimmt, erhielt 1770 das Erzbisthum von Bordeaux, das er nachher mit dem von Cambrai vertauschte. 1790 erhielt er bey den Lüttichschen Unruhen die Regentschaft des Fürstenthums, nahm von dem Pallaste des Fürstbischoffs, der geflüchtet war, Besitz und leistete den Eid, der Nation und dem Gesetze treu zu seyn und die Grundsätze der Revolution vom 18. August 1789 aufrecht zu erhalten." Sobald er aber im Januar 1791 sah, daß die vom Kaiser bestättigten Beschlüsse des Regensburger Reichstages die Insurgenten nöthigen würden, zu ihrer Pflicht zurückzukehren, verließ er Lüttich, schwor aber jenen noch einmal schriftlich seine unverletzliche Anhänglichkeit zu. Die französische Revolution, die seine eigenen Rechte angriff, schien ihm weniger rechtmässig, als die von Lüttich, die ihn mit einer neuen Gewalt bekleidet hatte. 1791 verließ er auch Frankreich. Nach der Errichtung des Konkordats im Januar 1802 ist er in sein Vaterlande zurückgekehrt und 1804 zum ersten Almosenier der Kaiserinn und zum Großalmosenier auf Anwartschaft ernannt worden.


Quellen.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.
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