Fichtelberg.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Fichtelberg, ein hohes Gebirg im Fürstenthum Culmbach oder Bayreuth, an den Böhmischen und Pfälzischen Gränzen, welche mit vielen Fïchtenbäumen hin und wieder bewachsen ist. Es hat über 6 deutsche Meilen im Umkreise, und stößt gegen Abend an Franken, und gegen Mitternacht ans Vogtland. Die Hauptmasse der vielen Bergspitzen aus denen dieses Gebirg besteht, ist Granit, die Seitenketten aber, welche gegen alle Seiten, vorzüglich gegen die Regnitz hinziehen, bestehen aus Kalkstein. Man findet auf demselben viele Mineralien, als Eisen, Vitriol, Schwefel, Kupfer, Bley und Marmor. Bey Wonsiedel sieht man noch auf einer großen Höhe dieses Gebirges die Luxenburg, darauf das Raubschloß Rudolphstein, so nunmehr zerstört ist gestanden. Die höchste Spitze ist der sogenannte Ochsenkopf, 3,621 Fuß über die Meeresfläche erhaben. Der Schnee erhält sich den größten Theil des Jahrs auf diesem Rücken. Aus diesem Gebirge entspringen die 4 bekannten Flüsse, die Eger, der Mayn, die Saale und die Nabe.

Im Kursächsischen Erzgebirge bey Wiesenthal befindet sich auch ein Fichtelberg, welcher der kleine genennet wird.


Quellen.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geographisch- Historisch- Statistisches Zeitungs-Lexikon von Wolfgang Jäger, Professor zu Altdorf. Neu bearbeitet von Konrad Mannert, Königl. Bairischen Hofrath und Professor der Geschichte und Geographie zu Würzburg. Nürnberg, bey Ernst Christoph Grattenauer 1805.
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