F. von Melzi-Erile.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


SLUB Dresden.

Melzi-Erile (F. von) Herzog von Lodi,[1] aus einer vornehmen spanischen Familie, hatte sich seit lange in Mailand niedergelassen, zeigte sich als Partheygänger der Franzosen bey ihrem Einmarsche in dieses Land und wurde zum bevollmächtigten Minister der cisalpinischen Republik bey dem Kongreß von Rastadt ernannt. Er war es, der dem General Bonaparte die Schlüßel von Mailand überbrachte, als er an der Spitze der französischen Armee seinen Einzug hielt. Nachdem spielte er eine wichtige Rolle in der Consulta zu Lyon 1802 und wurde zum Vicepräsident der neuen Regierung der italienischen Republik ernannt. Er bekleidete diese Stelle bis 1805, wo die Republik in ein Königreich umgeschaffen wurde. Nach der Krönung Napoleons ward er zum Kanzlersiegelbewahrer ernannt, erhielt das Geschenk eines Guts und im Jahr 1808 den Titel eines Herzogs von Lodi.


Melzi d'Erile.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Melzi d'Erile, Duca di Lodi,[2] aus einer edeln spanischen Familie entsprossen. Melzi d'Erile hatte sich seit lange in Mailand niedergelassen, nahm die Partei der Franzosen bei ihrem Einmarsche in dieses Land, und wurde zum bevollmächtigten Minister der cisalpinischen Republik bei dem Congreß von Rastatt ernannt, wo er eine ausgezeichnete Rolle spielte. Er war es, der dem General Bonaparte die Schlüssel von Mailand überbrachte, als er an der Spitze der Armee seinen Einzug in diese Stadt hielt. Nachher spielte er eine wichtige Rolle in der Consulta zu Lyon 1802, und wurde zum Vicepräsidenten der neuen Regierung der italienischen Republik ernannt. Er bekleidete diese Stelle bis zum J. 1805, wo die Republik in ein Königreich umgeschaffen wurde. Nach der Krönung Napoleons zum König von Italien ward er zum Kanzler-Siegelbewahrer ernannt, und empfing im J. 1808 den Titel eines Herzogs von Lodi. Als im J. 1814 die Catastrophe auch in Italien eintrat, bemühte er sich, wiewohl vergebens, den Senat zu bewegen, den Prinzen Eugen zum König von Italien zu proklamiren, um, wo möglich das Königreich Italien zu erhalten.


Quellen.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.
  2. Conversations-Lexicon oder encyclopädisches Handwörterbuch für gebildete Stände. Stuttgart bei A. F. Macklot. 1816.
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