Graf von Schulenburg-Kehnert.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Schulenburg-Kehnert (Graf von) preussischer General der Kavallerie und Staatsminister unter Friedrich dem Großen, Friedrich Wilhelm II. und dem jetzigen Könige, hatte, seitdem der Minister Herzberg in Ungnade gefallen war, fortwährend großen Einfluß in die Angelegenheiten seines Landes, hatte in Bezug auf den Krieg und die Finanzen zum öfftern die Hauptdirektion in dem Kabinette, und gilt für einen der geschicktesten Diplomatiker unserer Zeit. Im Juny 1802 nahm er von dem Bisthume Hildesheim im Nahmen seines Monarchen Besitz, und zu Ende 1805 empfing er einen Besuch des Kaisers Alexander, der ihn bey seinem Aufenthalte in Preußen mit Geschenken überhäufte. Im Januar 1806 erhielt er von seinem Hofe den Auftrag, Besitz von den hannövrischen Landen zu nehmen, kehrte sodann nach Berlin zurück, und hatte mit dem Könige mehrere Unterredungen über die Verwaltung von Hannover. Nach diesen Konferenzen ging er von neuem als Gouverneur dieser Provinz dahin ab. Der im September dieses Jahres ausbrechende Krieg rief ihn zurück, weil er nach Möllendorfs Abgange zur Armee als Gouverneur von Berlin angestellt werden sollte. Er verließ die Hauptstadt am 21. October, um dem Könige von Preußen zu folgen. Nach der Schlacht bey Eilau ging er auf seine Güter. Der Friede von Tilsit machte ihn zum Unterthan des Königs von Westphalen, in dessen Dienste er dann übertrat, sich aber später wieder zurückzog.


Zeitungsnachrichten.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

[1808]

Rheinischer Bund. [2]

Der vor Kurzem in königl. Westphälische Dienste getretene Divisionsgeneral und Präsident der Kriegssekzion im Staatsrathe, Graf von Schulenburg-Kehnert, soll schon wieder seine Dimission genommen haben.


Quellen.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.
  2. Wiener-Zeitung. Nro 71. Sonnabend, den 3. September 1808.
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