[1]
Barbou. -- Soldat im 48sten Regiment im J. 1779; ist alle Grade durchgegangen; Brigade-General den 7ten September 1794.

Geschickt zum Generalstaab.


Jetziges Schicksal.

[2]
Barbou, Generallieutenant der gallobatavischen Armee, im Solde der batavischen Republik stehenden, Truppenkorps angestellt.


Barbou.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

[3]
Barbou, Divisionsgeneral, Kommandant der Ehrenlegion. Anfangs gemeiner Soldat, hierauf Offizier, erhob er sich und stieg von Stufe zu Stufe bis auf die, wo er jetzt steht. Er diente 1797 bey der Sambre- und Maasarmee als Brigadegeneral und zeichnete sich insonderheit bey der Hettersdorfer Affaire aus, wo ihm ein Pferd unter dem Leibe todt geschossen wurde. Gegen Ende des Jahrs 1799, als die Royalisten im Mittägigen die Fahne des Aufruhrs ausstreckten, befand sich Barbou an der Obergaronne, marschirte gegen sie und schlug sie gänzlich. Den 18ten Oktober desselben Jahres ward er Divisionsgeneral. Nach der Revolution vom 18ten Brüm. schickte ihn das Gouvernement zum Kommando in Holland; in der Folge gieng er als Obergeneral nach Piemont und von da in die Schweitz an Ney's Stelle. Im November 1804 übernahm er das Kommando einer Division im Lager von Boulogne, gieng kurz darauf zur hannöverischen Armee und erhielt im Oktober 1805 bey dem Abgange des Marschalls Bernadotte das Oberkommando derselben.


Zeitungsnachrichten.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

[1806]

[4]

Aus der sächs. Gränze, 30. April.

Gen. Barbou ist bei dem Minister von der Schulenburg in Hannover akkreditirt. Dieser wußte nichts von dieser Missiion, erhielt aber bei der Anfrage in Berlin die Antwort, der König genehmige des Generals Anwesenheit in Hannover. Der General soll bis jetzt noch keine eigentliche Instruktion von seinem Kaiser haben, man vermuthet, sie werde sich auf die gegen England zu ergreifenden Maasregeln in Ansehung der Handelssperre beziehen.


Die Wetterfahnen Frankreichs.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

[5]
Barbou. Aus einer berühmten Druckerfamilie; trat als gemeiner Soldat in Dienste, und schwang sich, von einem Grade zum andern, auf seinen jetzigen. Am 18. Oktober 1799 zum Divisions-General; zum Reichsritter und Offizier der Ehrenlegion vom Kaiser; am 23, August 1814 vom Könige zum Grossoffizier dieser Legion ernannt.


Quellen.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vollständige Rangliste aller Generale und General-Adjutanten in den Armeen der französischen Republik. 1796.
  2. Das jetzige Schicksal der vielen französischen und gallobatavischen Generäle die sich bei so manchen Gelegenheiten ausgezeichnet, und den Krieg überlebt haben. 1802.
  3. Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.
  4. Bamberger Zeitung. Nro. 127. Mittwoche, 7. Mai 1806.
  5. Die Wetterfahnen Frankreichs oder unsere Zeitgenossen, wie sie sind. Herausgegeben von einer Wetterfahnen-Gesellschaft. Leipzig, bey Gerhard Fleischer dem Jüngern. 1816.
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