Von Bastille bis Waterloo. Wiki
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Grave.[]


Grave,[1] feste Stadt an der Maas, die vormals dem Hause Oranien zuständig war und 1,573 Einw. zählt. Sie war vor Alters eine Pertinenz des Landes Kuik, und wurde 1602 von den Generalstaaten erobert. Bei derselben wird ein Waarenzoll erlegt.


Festung.[]


Grave,[2] eine starke Vestung am L. U. in Brabant, mit unter Wasser stehenden Graben und einem großen starken Brückenkopfe am R. U. 1600 E.


Von Reisende..[]

F. J. L. Meyer.

Brüssel im Juni 1801. [3]

Vor Zutphen erschienen mir die ersten Denkmäler des lezten verheerenden Krieges; weit hingedehnte Schanzen, Linien, Batterien, von den Engländern angelegt, von den Franzosen vollendet. Eine Vorbereitung auf den traurigen Anblik der kleinen Festung Grave an der Maas, die, von der Belagerung des Iahres 1794 her, noch zum Theil in Ruinen liegt. Hier widersezten sich die Regimenter von Waldek und der Schweizer zwei und zwanzig Tage dem Flussübergang der Belagerer. Ihre bedeutende Lage sezte die Stadt schon in vorigen Iahrhunderten dreimal der Kriegsverherung aus. Diesesmal werden die Gassen an der Flusseite, die Thürme, die Mauren noch lange in Ruinen liegen bleiben. Die Stadt hat keine Mittel, um sich aus eigner Kraft wieder zu erheben; und das geplünderte Mutterland ist arm.


Quellen.[]

  1. Neueste Länder- und Völkerkunde. Ein geographisches Lesebuch für alle Stände. Sechster Band. Holland und Westphalen. Prag 1809, in der Diesbachischen Buchhandlung.
  2. Lehrbuch der Militär-Geographie von Europa, eine Grundlage bei dem Unterricht in deutschen Kriegsschulen, von A. G. Hahnzog, Divisionsprediger und Lehrer an der Kriegsschule in Magdeburg. Magdeburg, bei Ferdinand Rubach 1820.
  3. Briefe aus der Hauptstadt und dem Innern Frankreichs, von F. J. L. Meyer Dr. Domherrn in Hamburg. . . Tübingen in der J. G. Cotta'schen Buchhandlung. 1802.
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