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Krain.Bearbeiten

Krain, ein nun zu dem Oesterreichischen Königreiche Illyrien gehöriges Herzogthum, gränzt gegen Norden an Kärnthen und Steyermark, gegen Süden an das adriatische Meer und an Istrien, gegen Westen an Friaul und gegen Osten an Croatien, und hat 233 Quadratmeilen Flächeninhalt, 22 Städte, 32 Marktflecken, 3,302 Dörfer, und nach der Zählung im J. 1788 nahe an 420,000, im J. 1801 aber nur 409,054 Einwohner.

Producte sind Wein, Oel, Waizen, Flachs in großer Menge und viele Obst, woraus Wein verfertigt wird. Das Innere der dortigen vielen Berge erzeugt Eisen, Quecksilber, schönen Marmor, aber kein Salz, dessen Mangel durch Seesalz ersetzt wird.

Die Einwohner sind mehrentheils Slaven, die vornehmsten Volksklassen aber Deutsche.

Der merkwürdigste Fluss, die Save, ist zum Theil schiffbar.

Im J. 1809 trat Oesterreich durch den wiener Frieden das Herzogthum Krain ab, worauf es von Bonaparte mit den illyrischen Provinzen vereinigt wurde. Im J. 1814 aber trat auch dieses Land in seine frühern Verhältnisse zurück.


Zeitungsnachrichten.Bearbeiten

[1812]

Laybach, den 24sten December.

Durch die Veranstaltung des Herrn Generalgouverneurs der illyrischen Provinzen, Grafer von Bertrand, ist nunmehr die Provinz Krain in 124 Arrondissements eingetheilt worden. Diese enthalten eine Bevölkerung von 370,000 Seelen.


Quellen und Literatur.Bearbeiten

  • Conversations-Lexicon oder encyclopädisches Handwörterbuch für gebildete Stände. Stuttgart bei A. F. Macklot. 1816.
  • Allgemeine deutsche Zeitung für Rußland. No. 17. Freytag, den 19. Januar 1812.
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