Ilmenau.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Ilmenau,[1] Amt und Stadt, mit einem Schloß, an der Ilm, im Hennebergischen, an der südlichen Thüringischen Gränze, den Herzog von Sachsen Weimar gehörig, hat oft Brandschaden erlitten, zählet aber gegenwärtig doch wieder 385 Häuser und über 2000 Einwohn. Bey derselben ist ein Mineralbrunnen, ingleichen ein Kupfer- und Silberbergwerk, welches, nachdem es einige Zeit hindurch in Verfall war, im J. 1784 von neuem eröfnet wurde. Es wird hier auf Eisen gegraben und zubereitet; daher hat die Stadt viele Nagelschmiede. In der Gegend gräbt man auch Steinkohlen, bereitet Kienruß und Pech. In der Stadt selbst ist eine Porcellanfabrik, und das hiesige Leder, die Wollenzeuge, der Leim, und die hölzernen Peitschenstiele, sind Artikel der Ausfuhr.


Quellen.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geographisch- Historisch- Statistisches Zeitungs-Lexikon von Wolfgang Jäger, Professor der Geschichte und Geographie zu Würzburg. Nürnberg, bey Ernst Christoph Grattenauer 1806.
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