Von Bastille bis Waterloo. Wiki
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Jetziges Schicksal.

[1]
Canclaur, Obergeneral der Westarmee im Jahr 1795, ist jetzt Generalinspektor der Kavallerie in den 7, 18 und 19. Militärdivisionen oder den südöstlichen Departementen der Republik und in Piemont.


N. von Canclaux.[]

[2]
Canclaux (N. von), zur Epoche der Revolution Major bey der Kavallerie; er zeichnete sich durch die gute Haltung seines Regiments und durch seltene Talente in der Administration der Korps aus. Er diente 1793, vertheidigte Nantes gegen die Vendeer und schlug sie zum öftern. Den 8ten Oktob. 1793 ward er abgesetzt, nachher aber vom Neuen gegen die Vendeer angestellt uud den 8ten Oktober 1794 zum Oberbefehlshaber der Westarmee ernannt: er schloß den kurz dauernden Frieden zu Anfange des Jahres 1795; ward sodann in die mittägigen Departemente und von da nach Neapel als Bothschafter geschickt. Hier blieb er nur ein Jahr, und kam 1799 in das von dem Direktorium gebildete Militärbüreau. Nach dem 18ten Brümaire wurde ihm das Kommando der 14en Division, deren Hauptgarnison zu Caen ist, übertragen, und sodann ward er nach und nach zum Generalinspektor der Kavallerie, Divisionsgeneral, Mitgliede des Erhaltungssenats, Großoffizier der Ehrenlegion und zum Grafen ernannt.


Canclaux.[]

[3]
Der für die Militärdivision, deren Hauptort Rennes in der ehemalige Bretagne ist, bestimmte Commissär, Senator Canclaux, war vor der Revolution Major bei der Kavallerie. Die Emigration verschaffte ihm den Grad eines Obersten. Im Jahre 1793 vertheidigte er Nantes gegen die Vendeer, ward nachher abgesetzt, und diente dann wieder bei der Armee im Westen. Im Jahre 1796 war er als Gesandter in Neapel. Später trat er in das vom Directorium gebildete Militär-Bureau. Unter Napoleon bekleidete er einige Posten im Innern und kam dann in den Senat.


Zeitungsnachrichten.[]

[1812]

Paris, den 7ten April. [4]

Der Herr Senateur, General Canclaux, und der Herr General Lamorliere, Kommandant der 15ten Militärdivision, sind zu Rouen angekommen, um daselbst zur Formirung des ersten Bans der Nationalgarde zu schreiten.


Quellen.[]

  1. Das jetzige Schicksal der vielen französischen und gallobatavischen Generäle die sich bei so manchen Gelegenheiten ausgezeichnet, und den Krieg überlebt haben. 1802.
  2. Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.
  3. Minerva. Ein Journal historischen und politischen Inhalts. Für das Jahr 1814. Leipzig, in der Expedition der Minerva.
  4. Allgemeine deutsche Zeitung für Rußland. No. 93. Mittewoch, den 17. April 1812.
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