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Lapoype, (Johann Franz), -- Fahnenträger in der Französischen Garde im J. 1777; als Unterlieutenant trat er im J. 1787 ausser Diensten; Bataillons-Chef den . . . . . ; ist alle andre Grade durchgegangen; Divisions-General den 15ten Mai 1793.

Vortreflicher Offizier, der in dem letzten Feldzuge Beweise seiner Kenntnisse und seiner Tapferkeit gegeben hat.


Marquis von Lapoype.Bearbeiten

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Lapoype (Marquis von), Feldmarschall in französischen Diensten, schlug sich mit ganzem Eifer zur Revolutionsparthey und wurde in den Jahren 1792 und 93 in den Departements von Eure, Loire und Bouches du Rhône angestellt. Den 9. September 1793 gestand ihm der Konvent eine ehrenvolle Erwähnung in dem Verbalprozeß wegen seines Benehmens vor Toulon zu, als diese Stadt sich an die Engländer ergeben hatte, und insbesondere, daß er persönlich den Deputirten Barras und Fréron zu Pignans, wo sie angefallen worden waren, zu Hülfe gekommen war. Er kommandirte hierauf die Kolonne, welche das Fort Pharon angriff; übernahm, nach der Einnahme desselben, das Kommando von Marseille, unterstützte daselbst alle revolutionairen Maßregeln der Prokonsuln, namentlich Frerons, dessen Schwager er war, setzte diese Stadt in Belagerungsstand und wurde im Januar vor die Schranken geladen, um Rechenschaft von seinem Benehmen abzulegen; es fand sich aber, daß der Gewaltmißbrauch, dessen man ihn beschuldigte, erdichtet und das Werk der Repräsentanten war, und er erhielt selbst die Ehre der Sitzung. Seine Gattin und Kinder waren in Toulon in englische Gefangenschaft gerathen; man streute damals das Gerücht aus, daß die Gemahlin ermordet worden wäre; sie selbst aber konnte nachher diese Anschuldigung widerlegen und ließ der Achtung alle Gerechtigkeit widerfahren, welche für sie der Admiral Hood während der ganzen Belagerung bezeigt hatte. In den Jahren 1799 und 1800 diente Lapoype als Divisionsgeneral in Italien. 1802 ging er nach St. Domingo und legte vielen Muth und Einsicht an Tag, war aber genöthigt, mit Dessalines zu unterhandeln und schiffte sich 1803 wieder für Frankreich ein. Auf der Fahrt fiel er den Engländern in die Hände, die ihn nach Portsmouth führten, wo er im Februar 1804 anlangte. Seitdem ist er wieder ausgewechselt worden, und dient jetzt als Kommandant der 21. Militärdivision zu Poitiers.


Jean François, Marquis de Lapoype.Bearbeiten

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Jean François, Marquis de Lapoype,

General-Lieutenant,

geboren zu Grenoble den 13. October 1765.

Aus einer adeligen Familie gebürtig, nahm Lapoype sehr jung Kriegsdienste und wurde Offizier bei der französischen Garde. Seine Verheirathung mit der Tochter des berühmten Kritikers Freron zog ihm den Unwillen seiner Familie und nach Einigen sogar Enterbung zu. Nachdem er sich gleich anfangs mit vieler Wärme für die Revolution erklärte, trat er 1789 in die Nationalgarde von Paris, wurde Commandant des 4. Bataillons und stieg bis zum Brigadegeneral (1792), indem er beim Rückzuge des Lagers von Maude, beim Nachtrabe die Armee deckte. Das Jahr darauf diente er bei der Armee der Seealpen unter Biron und wußte die ihm anvertrauten Posten mit wenigen Leuten zu behaupten. Er wurde dem gemäß zum Divisionsgeneral ernannt. Hierauf erhielt er den Oberbefehl über Toulon, wobei er, weil es ihm an hinreichender Mannschaft fehlte, in die größte Gefahr gerieth. Selbst seine Frau und Kinder fielen den Engländern in die Hände, die sie auch während der ganzen Belagerung als Gefangene behandelten. Im Jahr 1796 setzte ihn der Wohlfahrtsausschuß unter nichtigem Vorwande ab; doch wurde er später wieder am Rhein unter Augereau gebraucht, kam dann zur italienischen Armee und zeichnete sich bei Novi aus, wo Joubert getödtet wurde. Im Jahr 1802 hielt er beim ersten Consul darum an, dem Zug nach St. Domingo mitzumachen, was ihm gestattet wurde. Er fand dort öfters Gelegenheit seine Tapferkeit und Talente zu zeigen. Auf der Rückreise nach Frankreich wurde er von den Engländern gefangen, doch auf dein Ehrenwort frei gelassen und nach geschehener Auswechselung (1812) zum Commandanten von Wittenberg ernannt, wo er die Festungswerke in bessern Stand zu setzen ließ und zweimal eine Belagerung aushielt. Nach dem hartnäckigsten Widerstande kapitulirte er endlich und wurde, nach Frankreich zurückgekehrt, Commandant von Agen. Bei seiner Ankunft aus Elba machte ihn jedoch Napoleon zum Commandanten von Lille und seit der zweiten Restauration wurde er nicht wieder angestellt; doch wählte ihn der Bezirk von Ville Franche zu seinem Repräsentanten in der Deputirtenkammer bei den Wahlen von 1822.


Quellen.Bearbeiten

  1. Vollständige Rangliste aller Generale und General-Adjutanten in den Armeen der französischen Republik. 1796.
  2. Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.
  3. Dr. R. Fl. Leidenfrost's französischer Heldensaal oder Leben, Thaten und jetzige Schicksale der denkwürdigsten Heroen der Republik und des Kaiserreichs, insonderheit der Waffengefährten und Marschälle Napoleons. Ilmenau, 1828. Druck und Verlag von Beruh. Friedr. Voigt.
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