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Aus [[Krieg auf der Iberischen Halbinsel (1808 - 1814)|Spanien]] folgte er dem Kaiser nach Deutschland, und war, in dem fünftägigen blutigen Kampfe, womit der [[Feldzug von 1809|österreichisch-französische Krieg]] eröffnet wurde, dem Feldherrn stets zur Seite. Er ließ verschiedene Manöver ausführen, und bezeichnete am [[1809#April.|23sten April]] bey dem Sturme von Regensburg den Ort des Ueberganges; hier ließ er die Sturmleiter von seinen Adjutanten herbeytragen. Bey Eßlingen war das Ziel seines thatenreichen Lebens. Der Kaiser hatte ihm am 21sten May die Vertheidigung dieses Dorfes aufgetragen. Als er aber am zweyten Tage der Schlacht (22sten May), dem erhaltenen Befehle gemäß, die Position von Eßlingen behauptete, um den Rückzug der französischen Armee zu decken, riß ihm eine österreichische Kanonenkugel einen Schenkel weg. Er wurde zum Kaiser getragen, dem er selbst seinen nahen Tod verkündigte, und dann nach Wien gebracht, wo die Kunst vergebens alle Hülfsmittel zu seiner Rettung aufbot, und der Kaiser ihm die höchste Theilnahme bewies. Er starb hier am 31sten May. Napoleon befahl, daß der Körper seines Waffengefährten einbalsamirt und zur feyerlichen Bestattung nach Frankreich gebracht würde. in [[Bordeaux]] ward für ihn am 16ten Junius ein [[Seelenamt]] gehalten. Auf dem Katafalk las man die Namen Eßlingen, Saragossa, Marengo, Abukir, Mantua, Lodi, Arcole und Bassano, nebst der Inschrift: "''Er starb auf dem Felde der Ehre. Für die Nachwelt lebt er! -- Den Manen des Herzogs von Montebello!''"
 
Aus [[Krieg auf der Iberischen Halbinsel (1808 - 1814)|Spanien]] folgte er dem Kaiser nach Deutschland, und war, in dem fünftägigen blutigen Kampfe, womit der [[Feldzug von 1809|österreichisch-französische Krieg]] eröffnet wurde, dem Feldherrn stets zur Seite. Er ließ verschiedene Manöver ausführen, und bezeichnete am [[1809#April.|23sten April]] bey dem Sturme von Regensburg den Ort des Ueberganges; hier ließ er die Sturmleiter von seinen Adjutanten herbeytragen. Bey Eßlingen war das Ziel seines thatenreichen Lebens. Der Kaiser hatte ihm am 21sten May die Vertheidigung dieses Dorfes aufgetragen. Als er aber am zweyten Tage der Schlacht (22sten May), dem erhaltenen Befehle gemäß, die Position von Eßlingen behauptete, um den Rückzug der französischen Armee zu decken, riß ihm eine österreichische Kanonenkugel einen Schenkel weg. Er wurde zum Kaiser getragen, dem er selbst seinen nahen Tod verkündigte, und dann nach Wien gebracht, wo die Kunst vergebens alle Hülfsmittel zu seiner Rettung aufbot, und der Kaiser ihm die höchste Theilnahme bewies. Er starb hier am 31sten May. Napoleon befahl, daß der Körper seines Waffengefährten einbalsamirt und zur feyerlichen Bestattung nach Frankreich gebracht würde. in [[Bordeaux]] ward für ihn am 16ten Junius ein [[Seelenamt]] gehalten. Auf dem Katafalk las man die Namen Eßlingen, Saragossa, Marengo, Abukir, Mantua, Lodi, Arcole und Bassano, nebst der Inschrift: "''Er starb auf dem Felde der Ehre. Für die Nachwelt lebt er! -- Den Manen des Herzogs von Montebello!''"
   
Im [[1808|Jahr 1808]] hatte er vom Kaiser Domainen im Hannöverischen -- einen Theil der Aemter Willhelmsburg, [[Harburg]] und Winsen an der Luhe -- mit einer jährlichen Rente von 50,000 Franken als Dotation erhalten.
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Im [[1808|Jahr 1808]] hatte er vom Kaiser Domainen im Hannöverischen -- einen Theil der Aemter Willhelmsburg, Harburg und Winsen an der Luhe -- mit einer jährlichen Rente von 50,000 Franken als Dotation erhalten.
   
 
"''Die französische Armee nannte ihn den Roland Frankreichs''" -- sagt das Auguststück des politischen Journals 1809 -- "''seit 16 Jahren war er Freund, Begleiter, Waffengefährte des großten der Helden. Er war Napoleon, was Sully Heinrich dem Vierten war.''" Von seinem Charakter wird gesagt: "''Bescheiden wie Turenne und Catinat, schien sein Ruhm ihn verlegen zu machen.''"
 
"''Die französische Armee nannte ihn den Roland Frankreichs''" -- sagt das Auguststück des politischen Journals 1809 -- "''seit 16 Jahren war er Freund, Begleiter, Waffengefährte des großten der Helden. Er war Napoleon, was Sully Heinrich dem Vierten war.''" Von seinem Charakter wird gesagt: "''Bescheiden wie Turenne und Catinat, schien sein Ruhm ihn verlegen zu machen.''"

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