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Von Reisende.Bearbeiten

Friedrich Schulz. [1]

[1793]

Die Kirche der Piaristen auf der Langgasse ist in demselben Geschmack erbauet, nur von etwas geringerm Umfange. Die daran stoßenden Gebäude, sind einer grössern Aufmerksamkeit werth, sie sind wahre Palläste und nehmen einen großen Theil der Meth- und Langgasse ein. Seit der Verjagung der Jesuiten hat dieser Orden auch hier sämtliche Schulen ausschließend zu besorgen, wozu er denn solch eines weitläuftigen Lokals bedarf. Vom ABCschützen an bis zum Universitätsfähigen Schüler erhält hier alles Unterricht, und was vom Adel seinen Kinder eine gewisse litterarische Bildung geben will, findet in eben dieser Anstalt Gelegenheit dazu. In dem einen Flügel desselben ist ein adeliches Konvikt, wo Fürstensöhne mit ihren Hofmeistern anständig wohnen, essen und trinken, auch in den sogenannten galanten Studien sogar Unterricht erhalten können.


Quellen.Bearbeiten

  1. Reise eines Liefländers von Riga nach Warschau, durch Südpreußen, über Breslau, Dresden, Karlsbad, Bayreuth, Nürnberg, Regensburg, München, Salzburg, Linz, Wien und Klagenfurt, nach Botzen in Tyrol. Berlin, 1795. bei Friedrich Vieweg dem ältern.
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