Uibergabe von Lyon.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 20. März 1814.

Auf den Höhen bei Limonest zwischen der Saonne und der Azergues, welche eine in der Fronte kaum angreifbare Stellung zum Schutze Lyons darboten, wollte Augereau der Oesterreicher weiteres Vorrücken gegen diese Stadt verwehren. Sie waren von der Division Musnier besetzt. Die Division Pannetier stand bei Dardilly. General Lieutenant Digeon hielt mit der Reserve bei Granche blanche. Der General der Cavallerie Erbprinz von Hessen-Homburg liess durch den F. M. L. Bar. Bianchi zuerst den linken feindlichen Flügel bei Dardilly früh am Morgen des 20. März angreifen, um durch den Besitz dieses Punktes die Vorrückung auf Limonest zu erleichtern. Während dieses Angriff setzte sich F. M. L. Br. Wimpfen gegen diesen Ort in Bewegung, wo die Terrain-Hindernisse einen harten Kampf boten, welchen erst die Entsendung der Brigade Mumb in des Feindes linke Seite erleichterte. Er zog sich von beiden Punkten gegen Lyon zurück, während F. M. L. Prinz Wied-Runkel mit der Reserve des Feindes in einen hartnäckigen Kampf verwickelt wurde. Bald waren die Oesterreicher auch hier Sieger, und verfolgten den Feind bis in die Nähe von Lyon, wo unter Begünstigung des nach allen Richtungen durchschnittenen Bodens ein sehr lebhaftes Infanterie-Gefecht begann. Oberst Hammerstein von den westphälischen Husaren, welche itzt als deutsche Legion im österreichischen Heere diente, vereitelte einen verwegenen Angriff französischer Curassiere auf eine Brigade-Batterie. Die Nacht endete das Gefecht. Während selber führte Augereau seine Armee durch Lyon auf das linke Ufer der Rhone, und von da über Vienne an die Isere. Zu seiner Verfolgung setzte Oberst Simony mit Hessen-Homburg-Hussaren durch die Rhone, und machte viele Gefangene und Beute. Mit Anbruch des folgenden Tages brachte eine Deputation dem Erbprinzen die Schlüsseln der 2ten Stadt des Reichs, und am Mittag zog dort die österr. Südarmee ein. Sie hatte in den Gefechten vom 17. bis 20. an Todten, Verwundeten und Gefangenen 1 General, 4 Staabs-, 71 Oberoffiziers, und gegen 2800 Mann vom Feldwäbel und Wachtmeister abwärts verloren.


Quellen und Literatur.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Historischer Militair-Almanach des 16. 17. 18. und 19. Jahrhunderts. Mit besonderer Hinsicht auf das letztere, und den oesterreichischen Kaiserstaat. Mit 15 Portraits, für Freunde der neueren und neuesten Kriegsgeschichte von Johann Ritter von Rittersberg. Prag bei C. W. Enders 1825.
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