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Kniaziewicz.Bearbeiten


PortretKniaziewicz480 BNW

Kniaziewicz,[1] pohlnischer General, zeichnete sich zuerst bey dem Aufstande gegen die Russen 1794 aus, kommandirte unter Zajonchek in der Affaire von Gulkow, hierauf unter Kosciuszko in dem verschanzten Lager bey Warschau, folgte diesem General in der Schlacht von Maniawice und legte eben so viel Muth, als Kaltblütigkeit an Tag. Nachdem die ganze Armee zu Grunde gerichtet war, befand er sich noch zu Ende der Action mit einigen Offizieren auf dem Schlachtfelde und wurde mit dem Degen in der Faust gefangen. Nach Katharinens Tode erhielt er seine Freyheit wieder, ging nach Frankreich und kommandirte zu zweit unter Dombrowsky die pohlnischen Legionen. Er zeichnete sich unter Championnet und Macdonald bey der Wiedernahme von Rom und der Eroberung von Neapel aus; und schlug zu wiederholten malen die Neapolitaner mit geringerer Macht. Nachdem er hierauf zum Kommandanten der pohlnischen Legion, welche sich am Rhein bildete, ernannt worden war, machte er mit Auszeichnung den Feldzug von 1802 unter Moreau und hatte an dem Siege bey Hohenlinden Antheil. Nach dem Frieden von Lüneville sah er seinen Zweck, mit seiner Legion seinem Vaterlande nützen, vereitelt, nahm mit mehrern Offiziers seinen Abschied und zog sich nach Pohlen zurück. Dessen ungeachtet ist ihm 1803 die Dekoration eines Kommandanten der Ehrenlegion in seine Zurückgezogenheit gesandt worden.


Quellen.Bearbeiten

  1. Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.
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