Castilien.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Castilien,[1] das größte Königreich in Spanien. Die Natur sondert es durch ein langes Gebirge gleichsam in zwei Theile, von denen der nördliche Alt-Castilien, der südliche Neu-Castilien heißt. Jenes bekam diesen Namen, weil es den Saracenen eher, als das andere, entrissen worden. Es begreift die Provinzen Burgos, mit la Montana, Soria, Segovia und Avila. Zu Neu-Castilien gehören die jetzigen Provinzen Madrid, Toledo, Quadalaxara, Cuenza und la Mancha. In jenem sind die Flüsse: Duero, Ebro, Altajada, Andaja, Arevalillo, Pisuerga, Arlanza und Arlanzon; in diesem: der Tajo mit der Xarama, Guadarrama und Alberche, die Guadiana mit dem Manzanares, Henares und Huescar. Beide Provinzen sind sehr gebirgig. Die merkwürdigsten Gebirge sind die Montes de Toledo y Molina und die Sierra Morena; die vorzüglichsten Städte Madrid, Toledo u. a.; die Producte Getraide, Wein, Schafe mit Fettschwänzen und der feinsten Wolle, Salz, Safran, Rindvieh u. s. w. Nach den Begebenheiten zu Bayonne im Jahre 1808 brach in Castilien zuerst das Feuer der Empörung gegen den neuen König Joseph aus. In der Sierra Morena mußte sich General Dupont mit seiner Armee den spanischen Generalen Castannos und Reding zu Gefangenen ergeben.


Quellen.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Conversations-Lexicon oder encyclopädisches Handwörterbuch für gebildete Stände. Stuttgart bei A. F. Macklot. 1816.
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