Von Bastille bis Waterloo. Wiki
Advertisement

Englisch-deutsche Legion.[]

[1]
Legion (englisch-deutsche), the Kings German Legion, wurde im November 1803 zu Beshil bei London, zuerst nur ein Bataillon stark, aus Offizieren und Mannschaften der hannöverschen Truppen errichtet, welche durch die Convention vom 5. Juli 1803 dienstlos geworden, nach England auswanderten. Bis zum Jahr 1805 wurden sodann durch gleiche Mittel 6 Bataillons, 3 Cavallerie-Regimenter und eine Batterie errichtet, und im November d. J. in Deutschland gelandet. Die damaligen politischen Verhältnisse ließen diese Truppen nicht in Thätigkeit kommen, sie wurden daher im folgenden Jahre wieder eingeschifft. Preußens Besitznahme von Hannover führte wieder eine Menge Offiziere und Soldaten, auch andre kriegsdienstfähige junge Männer nach England, durch deren Eintritt das Corps auf 10 Bataillons und 5 Cavallerie-Regimenter gebracht werden konnte. Im J. 1807 wurden 2 Bataillons davon nach Gibraltar gesandt, 2 Cavallerie-Regimenter blieben in Irland, alles übrige ward nach Rügen eingeschifft, und dann zur Unternehmung gegen Copenhagen verwendet; 5 Bataillons und ein Cavallerie-Regiment fochten im Sommer des folgenden Jahres in Portugal, und litten dann bei dem bekannten Rückzuge des Generals Moore 1809 so bedeutend, daß sie sich in England erst wieder ergänzen mußten. Sobald dieß geschehen, ward der größere Theil mit zur Expedition gegen Walcheren gebraucht, wo er ebenfalls viel litt. Vier Bataillons von den von Copenhagen zurückkehrenden wurden damals nach Sicilien gesendet, von welchen im J. 1814 zwei Bataillons unter Bentink bei Genua fochten. Alle übrige Truppen der Legion wurden von 1809 bis 1811 zu der Armee Wellingtons in der Halbinsel gezogen. Man brauchte sie hier besonders zum Vorpostendienst, zu dem sie sich mehr eigneten als die Engländer, denen sie indeß in ausdauernder Tapferkeit in der offnen Feldschlacht gleich kamen, so wie sie denn z.B. an dem Siege von Salamanca vorzüglichen Antheil hatten. Um sie dafür zu belohnen, ward die Legion naturalisirt, d.h. den englischen Nationaltruppen in jeder Hinsicht gleichsam gestellt. Die großen Verluste wurden durch Einstellung von Ueberläufern von den bei der französischen Armee befindlichen Rheinbundstruppen gedeckt. Im J. 1813 wurden 500 Mann nach Deutschland gesendet, um zu Stämmen der neuen hannöverschen Armee zu dienen, ein Husaren-Regiment focht dort schon unter Walmoden und entschied das Treffen an der Görde. Nach dem Frieden wurde die Legion nach den Niederlanden gesendet, wo sie bei Bonaparte's Wiederkehr, mit Ausnahme zweier in Italien gebliebenen Bataillons, ganz versammelt war, und an den Schlachten von Quatrebras und Waterloo den rühmlichsten Antheil nahm. Nach dem Frieden im J. 1816 erfolgte die Auflösung der Legion unter Bedingungen, die den Offizieren besonders vortheilhaft waren, doch auch die verstümmelten und verwundeten Soldaten berücksichtigten. Fast alle Offiziere traten in die hannöversche Armee über, wo sie neben ihrem Gehalte noch den halben englischen Sold fortbeziehen. Eben so ist der größte Theil der Mannschaften in diese Armee eingetreten.


Theilnahme der Hannoveraner an dem großen Kampfe gegen Frankreichs Despotismus.[]

[2]
Unter den Streitern für Europa's Freiheit befand sich schon seit geraumer Zeit ein großer Theil Hannoveraner. Die Verbindung ihres Vaterlands mit Britannien, dem Unerschütterlichen, gab ihnen Gelegenheit, schon damals gegen den Unterdrücker Deutschlands zu kämpfen, während noch Tausende ihrer deutschen Brüder für den Ehrgeiz und die Eroberungswuth des Despoten die Waffen führen mußten. Das hannöverische Armeecorps hatte im Jahre 1803 das Schicksal, der französischen Uebermacht unterliegen zu müssen. Durch die Elbconvention, die indessen wohl nicht geschlossen wäre, wenn sich der heldmüthige Vertheidiger Menins, der General von Hammerstein, an der Spitze der Armee, oder wenn sich Scharnhorst noch im Generalstabe befunden hätte, ward die hannöverische Armee aufgelös't. Sie streckte nicht das Gewehr im Angesichte eines übermüthigen Feindes, sondern lieferte ihre Waffen an eine dazu beauftragte Deputation der Hannöverischen Stände aus, und die Soldaten kehrten, mit Urlaubspässen ihrer Chefs versehen, zu ihren Familien zurück. Als ein Opfer, das dem Besten des Vaterlands dargebracht sey, sollte die Armee ihre Auflösung betrachten, und durch diese Vorspiegelung suchte man die laute Unzufriedenheit der Offiziere und Soldaten über die geschlossene Convention zu besänftigen. Ohne indessen über die Elbe zurückzugehen, gingen sogleich aus dem Lauenburgischen mehrere Offiziere nach England. Die Nachricht von der guten Aufnahme, die sie daselbst gefunden; die laut gewordene Mißbilligung, womit der König der Convention seine Ratification versagte; der Anblick der Erpressungen und der Gewaltthätigkeiten, die sich die fremden Krieger in ihrem Vaterlande erlaubten, bestimmten bald mehrere Offiziere und Soldaten, jenem Beispiele ihrer Waffenbrüder zu folgen. Zwar unterließ die französische Generalität nichts, um die hannöverischen Krieger davon zurückzubringen. Es wurde zuerst Befehl gegeben, eine im französischen Solde stehende hannöverische Legion zu bilden. *) Da sich aber nur vier Offiziere, wovon der Baron Scheide von Winterstedt schon früher entlassen war, und wenige Soldaten zu dieser Legion hergaben, so griff man zu strengen und abschreckenden Maßregeln. Es erfolgten die schärfsten Verbote gegen fremde Werber; die französische Gendarmerie mußte ihre Wachsamkeit und ihre Spionereien verdoppeln; einige Unglückliche, die ihnen in die Hände fielen, wurden einem Kriegsgerichte übergeben und zum Tode verurtheilt, und kaum gelang es dem edlen Bernadotte, einige dieser Unglücklichen zu retten. Entschlossene und muthige Offiziere sammelten sich nun, je größer die Gefahr wurde, stärkere Trupps, und bahnten sich oft mit Gewalt den Weg durch die auflauernden Franzosen.

*) Um die Soldaten zu locken, versprach man ihnen, sie sollten nie gegen ihr Vaterland dienen; und ließ für die intendirte Legion auf Kosten des Landes Uniformen, die der Uniform der hannöverischen Fußgarde ähnlich waren, verfertigen. Alle listige Mittel und Werbungen halfen wenig, und es wurden höchstens 200 Mann Hannoveraner zur Treulosigkeit verleitet. Man hob daher aus den französischen Regimentern Soldaten aus, die in deutschen Departements geboren waren, und formirte so ein Corps von ungefähr 1000 Mann, das man hannöverische Legion nannte. Diese Legion figurirte nachher mehrmals in französischen Blättern, und sollte die englisch-hannöverischen Legion in Spanien vernichtet haben, welche indessen eben sowohl wieder auferstanden ist, als das im vorigen Jahre in französischen Lügenblättern vernichtete Lützowsche Corps, und das größere Wallmodensche Corps, welches, nach dem Berichte des westphälischen Gendarmeriecapitains Frank, gleichfalls vernichtet war.

Schon im Jahre 1803 war die Zahl der in England angekommenen Hannoveraner so groß, daß man aus denselben zwei Dragonerregimenter, zwei Bataillons leichter und vier Bataillons Linieninfanterie, ingleichem vier Batterien Artillerie formiren, und dieselben, unter dem Namen Königs deutschen Legion, zu einem Corps vereinigen konnte. Am Ende des Jahres 1805 kam dieses unterdessen an Mannschaft stärker gewordene Corps mit den Truppen des Lords Cathcart in's nördliche Deutschland, um durch eine Diversion den Kampf Oesterreichs und Rußlands zu unterstützen. Allein die Stunde der Erlösung hatte damals noch nicht für Deutschland geschlagen; die Schlacht bei Austerlitz führte einen unglücklichen Frieden herbei, und Engländer und Hannoveraner mußten sich wieder einschiffen. Was indessen noch von der hannöverische Armee vorhanden war und diensttüchtig war, schloß sich größtentheils, nebst vielen jungen, noch nicht gedienten Leuten an ihre nach England zurückkehrende Landsleute an, und so stieg das Corps zu einer Stärke von zwei Dragoner, und drei Husarenregimentern, von einer Brigade leichter Infanterie und acht Linienregimentern, ingleichem sieben Batterien Artillerie. Einigen abermaligen starken Zuwachs verschaffte dem Corps die im Jahre 1806 erfolgte Besitznahme Hannovers durch Preußen, wo das Auswandern der jungen Leute nach England eben so groß war, als in der Folge, da die Gerüchte von der Vereinigung hannöverischer Provinzen mit dem sogenannten Königreiche Westphalen sich verbreiteten und bestätigten. Oft verließen Söhne von guter Familie das älterliche Haus, die zum Dienste noch nicht tauglich waren, die aber in englische Militärschulen aufgenommen und nachher als Offiziere Angestellt wurden. Nur aus diesen Umständen läßt es sich erklären, wie es möglich war, daß dieses Corps, welches die Expedition nach Seeland, Holland, und die Feldzüge in Portugall und Spanien mitmachte, und allenfalls nur durch Ueberläufer von den in Spanien fechtenden Truppen des Rheinbunds einigen Zuwachs bekommen konnte, sich stets in einer Stärke von mehr als 12,000 Mann zu erhalten im Stande war.

Darf man behaupten, die furchtbare Größe des Weltstürmers Buonaparte sey zuerst in Portugall und Spanien erschüttert, da sey der erste Grund zu seinem Falle gelegt worden, so haben die Hannoveraner an der Erlösung und Auferstehung der Völker einen rühmlichen Antheil genommen. Wie ihre Vorfahren vor hundert Jahren in den Schlachten bei Melplaquet, Ramellies und Oudenard; wie drei hannöverische Cavallerieregimenter den Sieg bei Hochstädt vorzüglich entschieden, und sich das ganze hannöverische Armeecorps die Achtung des großen Marlboroughs in einem hohen Grade erwarb, so haben auch jetzt Hannoveraner gegen französische Heere in Portugal und Spanien ihren alten Kriegsruhm behauptet, blutige Siege entscheiden helfen, und sich die Liebe und das Lob des großen Wellingtons errungen. Man lese die Berichte dieses Feldherrn über die vorgefallenen Schlachten, die uns öffentliche Blättern, so lange Frankreich die Pressen in Deutschland bewachte, entweder verschwiegen, oder nur höchst verstümmelt und entstellt mittheilten, und man wird das Lob der Hannoveraner in keinem derselben vermissen und sich zugleich der Gerechtigkeit freuen, womit der edle Britte die Verdienste eines fremden Volks anerkennt und öffentlich rühmt. In der Schlacht bei Talavera war es, wo die Brigade des leider gefallenen General-Majors von Langwerth-Simmern und die hannöverische reitende Artillerie, nebst zwei Husarenregimentern, sich vor allen Truppen auszeichneten, und sich unter den Todten und Blessirten 44 hannöverische Offiziere befanden; im Sturme auf Ciudad Rodrigo war es, wo der General-Major Carl von Alten mit seiner leichten Division die wesentlichsten Dienste leistete; in der Schlacht bei Vittoria war es, wo der nämliche General und sein Bruder, der General-Major der Cavallerie, Victor von Alten, mit ihren Corps so vieles zum Siege beitrugen. Mehrmals wurden auf Wellingtons Berichte der Legion und einzelnen Offizieren derselben Danksagungen vom Parlamente zuerkannt, welche Ehre nach dem Siege bei Vittoria auch namentlich dem Obristlieutenant von dem Bussche wiederfuhr.

Doch am schönsten spricht für die rühmliche Theilnahme der Hannoveraner an dem großen allgemeinen Kampfe der Umstand, daß Lord Wellington es nicht zugeben wollte, daß die hannöverische Legion ihn verlassen sollte, um den Kampf auf vaterländischem Boden und unter ihres Landsmanns, der Grafen von Wallmoden-Gimborn, Anführung fortzusetzen. Diese Truppen, erklärte er, die auch in Spanien für ihr Vaterland kämpften, könnten ihm durch keine andern ersetzt werden. Des Helden vorzüglichste Liebe und Achtung hat sich das erste Husarenregiment des Generallieutenants von Linsinger, das er in seinen Berichten oft vorzüglich auszeichnete, die leichte Infanteriebrigade und die Artillerie, auf welcher noch Scharnhorsts Geist und deren Commandeur ein Schüler Scharnhorsts ist, erworben.

Die Hoffnung der Hannoveraner, ihre geliebten Landsleute wiederzusehen, ist also auf eine für diese höchst ehrenvolle Art vereitelt worden. Bloß das dritte Husarenregiment des General-Majors von Veltheim landete im Frühjahre und stieß zum Wallmodenschen Corps. Mit demselben kamen einige Offiziere, Unteroffiziere und Artilleristen von der Legion, welche die neuen Regimenter, die sich im April in dem Lauenburgischen und Lüneburgischen bildeten, organisiren halfen. Auch diese neuen Truppen sind hinter ihren Landeleuten und ihren übrigen deutschen Waffenbrüdern nicht zurückgeblieben. Das neue Bataillon von Bennigsen durchbrach in dem Treffen bei der Göhrde zuerst die feindlichen Quarrees, unterstützt von dem aus England zurückgekommenen Husarenregiment von Veltheim; das Bataillon von Berger hielt sich an der Steknitz äußerst brav; das hannöverische Jägercorps, welches der Graf von Kielmannsegge und der Forstmeister von Beaulieu, die Confiscation ihrer Güter und die französischen und westphälischen Proscriptionen nicht achtend, im April aus hannöverischen Forstbedienten und gelernten Jägern zusammengezogen, hat an der Elbe Dienste gethan, welche erfahrne russische Offiziere bewunderten. Das Lüneburgische, wie das Bremensche Husarenregiment, beide bestehend aus lauter Freiwilligen, die zum Theil ihre Pferde mitbrachten, und zu denen sich viele Studirende aus Göttingen begaben, wetteiferten mit den ältesten Truppen im Holsteinischen. Se. Kön. Hoheit der Kronprinz von Schweden erwähnt in einem seiner Armeebülletins zweier jungen hannöverischen Offziere, die mit wenigen Leuten, nach den Ausdrücken des Bülletins, Wunder der Tapferkeit thaten, nämlich des Husarenlieutenants Mühlenfels und des Lieutenants von Marenholtz, vom Lüneburgischen Jägerregimente, welche mit zwanzig Husaren und zwanzig Jägern dem weit überlegenen Feinde eine Batterie abnahmen.

Wenn fromme Wünsche erfüllt werden, so reichen sich die Hannoveraner unter Wellington und die Hannoveraner unter Wallmoden einander die brüderliche Hand in Frankreich, und bringen aus Paris die Trophäen ihrer Vorfahren aus dem spanischen Successionskriege und aus dem siebenjährigen Kriege zurück, welche Mortier aus dem Zeughause und der Garnisonskirche zu Hannover wegnahm und nach Paris sandte, wo man den Raub, auf welchen Mortier sich nicht wenig wußte, durch Aufbewahrung in dem Invalidenhotel und eine hochtrabende Inscription zu verherrlichen suchte.


Zeitungsnachrichten.[]

[1806]

[3]

Großbrittanien.

Die Regimenter der deutschen Legion, deren Abgang nach dem mittelländischen Meere angezeigt worden, sind noch nicht abgegangen, und erwarten weitere Ordres über ihre Bestimmung.

[4]
Großbrittanien..

Die Nachricht, daß die beyden Regimenter der deutschen Legion, das erste und zweyte, unter Commando des Barons von Ompteda und Obersten von Barffe nach Irland zurückgekehrt sind, ist völlig richtig; indessen sind die beyden Regimenter seitdem wieder aus Kork ausgelaufen, nähmlich seit dem 27. Julius, und wahrscheinlich nach ihrer Bestimmung abgegangen.

[5]
Großbrittanien.

Eine Streitigkeit zwischen einem Theile des ersten leichten Infanterie-Regiments des Obersten von Alten von der deutschen Legion, und den leichten Irländischen Miliz-Compagnien von Sligo, Limmerick, Derty und Londondery, hat ernstliche Folgen gehabt. Folgendes ist ein Auszug aus dem bisherigen Zeugenverhör, welches indes noch fortdauert. Ein Soldat der deutschen Legion befindet sich auf einer Strasse in Tullamore; ein junger Kerl, welcher zur Limmerick-Miliz gehört, sucht Händel mit ihm, indem er ausruft: Look sharp at the german burlacs. (Nehmt euch vor den Deutschen -- -- in Acht!) Der Soldat entrüstet sich, doch ohne zu Thätlichkeiten zu kommen. Es sammeln sich indes mehrere von der Irländischen Miliz, fallen mit Knitteln über diesen Soldaten her, und schlagen ihn blutig. Einige andere Soldaten von der deutschen Legion, welche von ungefähr darauf zukommen, werden eben so behandelt. Da die Nachricht davon an die Hauptwache, welche aus Deutschen besteht, gelangt, so wird eine Patrouille beordert, um die Tumultuanten aufzuheben. Ein Irländer wird auch wirklich zum Gefangenen gemacht. Mittlerweile haben sich die Irländer vor einem Wirthshause in grosser Anzahl gesammelt. Ein Capitain Jones, welcher die Sligo-Compagnie commandirt, befindet sich unter denselben. Diese hier Versammelten machen nun einen Angriff auf die mit dem Arrestanten vorbeypassirende Patrouille; da aber der Capitain von Düring in diesem Augenblicke erscheint, so müssen die Irländer weichen. Letztere machen indes Halt bey den Schambles, und feuern auf die Deutschen mit Kugeln. Sie zerstreuen sich darauf in die Strassen, und es wird fortdauernd auf die vorübereilenden Deutschen, die zum Allarmplatz laufen, mit Kugeln geschossen. Lieutenant Marschalk, welcher vor seiner Hausthüre steht, wurde gleich anfangs durch die Brust geschossen, und ist bis jetzt noch nicht ausser Gefahr. Nach dem Oberstlieutenant von der Decken wird gleichfalls geschossen, doch ohne ihn zu treffen. Hierauf rückte die erste Division des ersten schweren Dragoner-Regiments der deutschen Legion aus. Sie brauchen erst die Fläche des Degens; da indes einige Pferde verwundet werden, und sich die Irländer nicht waren lassen wollen, so werden ein paar verwundet, worauf letztere sich in die Häuser verstecken. Einige Irländer, die aus den Häusern noch fortdauernd schiessen, werden herangezogen und in Verhaft gesetzt. Ein Theil, bey welchem sich Capitain Jones befand, retirirt durch eine Nebenstrasse nach den Baracken. Von der Irländischen Miliz sind 18 gefangen genommen, auch hat man 26 Gewehre und 27 Bajonnette zur Beute gemacht. Von den Gewehren waren 20 entweder schon abgefeuert, oder noch mit Kugeln geladen. Verwundet von der Irländischen Miliz sind 9. Einer, welcher einen Bajonnetstich in die Brust erhielt, ist seitdem gestorben. Verwundete an Schußwunden von der deutschen Legion sind 12, wovon einer (ein Soldat) gestorben, die übrigen aber, ausser Lieutenant Marschalk, sind nicht gefährlich. Mit dem Bajonnet waren verwundet 5, mit dem Knittel 7. Die Zeugen-Aussagen der Einwohner von Tullamore sind sehr zum Vortheile der Deutschen.

Quellen.[]

  1. Conversations-Lexicon oder encyclopädisches Handwörterbuch für gebildete Stände. Stuttgart bei A. F. Macklot. 1816.
  2. Deutsche Blätter Herausgegeben von Friedr. Arn. Brockhaus. Dritter Band, Leipzig und Altenburg, 1814.
  3. Wiener Zeitung. Nro. 57. Mittewoche, den 16. Julius 1806.
  4. Wiener Zeitung. Nro. 63. Mittewoche, den 6. August 1806.
  5. Wiener Zeitung. Nro. 68. Sonnabend, den 23. August 1806.
Advertisement