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S. Emeran.Bearbeiten


S. Emeran,[1] gefürstete Benedictinerabtey, zu Regensburg, deren Aebte auf den Reichstagen auf der rheinischen Prälatenbank saßen. Im J. 1732 wurde dieses Stift vom Kaiser in dem rechtmässig hergebrachten Reichsfürstenstand bestätigt, und erhielte das Diplom hierüber am 16ten Oktober. Die meisten Güter und Einkünfte sind in Baiern, und stehen unter Bairischer Schirmvogtey. Ausser den angeblichen Reliquien des H. Dionsysius, (s. S. Denys.) besitzt diese Abtey eine kostbare Bibliothek mit vielen Handschriften, eine schöne Sammlung mathematischer Instrumente, eine eigne Buchdruckerey. Die Einkünfte dieses fürstl. Stifts schätzte man auf 40,000 Gulden. Im Jahr 1802 wurde es dem Kurfürsten Erzkanzler oder jetzigen Fürst Primas unter seinen Entschädigungen zugetheilt. Ihr Reichsanschlag betrug 32 fl., und zu einem Kammerziel zahlte sie 87 Thlr 83 ½Kr.


Quellen.Bearbeiten

  1. Geographisch- Historisch- Statistisches Zeitungs-Lexikon von Wolfgang Jäger, Professor der Geschichte zu Landshut. Landshut, bei Philipp Krüll, Universitätsbuchhändler. 1811.
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