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Crossen.Bearbeiten

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Crossen, ehemaliges Herzogthum in Niederschlesien, welches gegen Norden an die Mark Brandenburg, gegen Westen an die Lausiz, gegen Süden an das Fürstenthum Sagan, und gegen Osten an das Fürstenthum Glogau gränzt. Im Jahr 1538 wurde es dem Kurhause Brandenburg, als ein Böhmisches Lehn, abgetreten, und hierauf zur Neumärkischen Regierung geschlagen, 1742 aber wurden durch den Berliner Friedensschluß die Böhmischen Lehnsgerechtsame über dieses Herzogthum, und andere Bezirke, auf ewig aufgehoben. Es wird in zwey Kreise, den Cronische und Züllichauischen eingetheilt, und darin die lutherische und reformirte Religion geübt, unter welchen jene die stärkste ist. Die Hauptstadt heißt gleichfalls Crossen, hat ein befestigtes Schloß, liegt an der Oder, wo die Bober hinein fällt, und treibt Schiffahrt, Handel, Tuchmachen, Braunahrung, Weinbau und Fischerey. Sie ist am 21. April 1708 durch eine Feuersbrunst gänzlich in die Asche gelegt, aber sehr regelmässig wieder aufgebaut worden. Die Zahl der Bewohner macht 3,500 aus.


Quellen.Bearbeiten

  1. Geographisch- Historisch- Statistisches Zeitungs-Lexikon von Wolfgang Jäger, Professor zu Altdorf. Neu bearbeitet von Konrad Mannert, Königl. Bairischen Hofrath und Professor der Geschichte und Geographie zu Würzburg. Nürnberg, bey Ernst Christoph Grattenauer 1805.
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