Mancha, Provinz, in Spanien, der südlichste größte Theil der ehemaligen Provinz Neucastilien. Sie ist zwar auf drey Seiten mit Gebirgen umgeben, aber die innere Strecke besteht meist aus grossen dürren Ebenen, wo man weder Bäume noch andere Cultur findet. An manchen Stellen ist Wassermangel an dieser Unfruchtbarkeit schuld; man wirft aber den Einwohnern zugleich viel Nachlässigkeit vor. Unterdessen giebt es auch mehrere Strecken, wo herrlicher Wein, Oelbäume, Safran, Obst, im Ueberfluß hervorkommen. Manufakturen giebt es hier nicht, aber die schönsten Maulesel von ganz Spanien; und die zahlreichen Schafe finden gute Weide auf den dürren Strichen, und sind zum Theil Ursache an der schlechten Kultur des Landes.


Quellen und Literatur.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Geographisch- Historisch- Statistisches Zeitungs-Lexikon von Wolfgang Jäger, Professor der Geschichte und Geographie zu Würzburg. Nürnberg, bey Ernst Christoph Grattenauer 1806.
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