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Das älteste Gebäude zu Linz ist unstreitig das Schloß, es wurde, wie schon gesagt, im Jahre 906 und wahrscheinlich auf den Trümmern eines alten römischen Castells erbaut; hier wohnten mehrere Herzoge und Fürsten, und es war lange Zeit der Sitz eines Landrichters, Landeshauptmanns oder Statthalters. Kaiser Friedrich ließ es Anno 1481 erweitern, und Ferdinand des I. durch seinen Baumeister und Kammerrath Anton Ginger größer und schöner bauen; das Jahr ist nicht angegeben; wahrscheinlich geschah es um das Jahr 1561 oder 1562, um welche Zeit sein Bruder, Kosmas Ginger, Vizedom in Oesterreich ob der Enns war. Kaiser Rudolph der II. hat noch einen Trakt dazu im Jahre 1604 bauen lassen, und Kaiser Mathias residirte 1614 ein ganzes Jahr darin; es entstand am 15. August 1800 in dem Flügel, welcher zum Militär-Spital eingeraumt war, Feuer, welches dieses schöne Gebäude, das Landhaus und mehrere andere zerstörte; es wurde wieder zum Theile hergestellt; jetzt ist es ein Strafhaus.


Quellen und Literatur.Bearbeiten

  • Topographisch-historische Beschreibung alle Städte, Märkte, Schlösser, Pfarren, und anderer merkwürdigen Oerter des Landes Oesterreich ob der Enns. In alphabetischer Ordnung von ihrem möglichst erhobenen Ursprunge bis zum Wiener-Friedensschluße 1809. Von Ignaz Giegle, gewesenen Pfleger, Bezirkskommissär, Justiz- und Landgerichts-Verwalter zu Wimsbach, jetzt Hofrichter zu Lambach. Im Verlage bey Joseph Fink, Buchhändler in Linz. Wels, 1814. Gedruckt bey Michael Haas.
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