Mühlhausen.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Mühlhausen,[1] eine ehemalige freie Reichsstadt, in einer fruchtbaren Gegend Thüringens an der Unstrut gelegen. Die Einwohner, deren Zahl über 7000 beträgt, sind lutherischer Religion; sie beschäftigen sich mit der Verfertigung wollener Zeuge, Wollenfärbereien, Lederzubereitung und dem Feldbau; mit dem erbauten Getraide, Anis, Saflor, Waid, Flachs und dem daraus gesponnenen Garn treiben sie einen bedeutenden Handel. Der Rath bestand sonst aus 48 Personen, von denen alle Jahre 16 ans Regiment kamen. Das Stadtgebiet betrug 4 Quadratmeilen mit 21 Dörfern und etwa 8000 Bewohnern. Die Einkünfte schätzte man auf 64,000 Gulden. Im J. 1802 wurde die Stadt sammt ihrem Gebiete zum Eichsfelde gezogen und kam als Entschädigung an Preußen, gehörte seit 1807 zu Westphalen und fiel nach dessen Auflösung an Preußen zurück.


Quellen.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Conversations-Lexicon oder encyclopädisches Handwörterbuch für gebildete Stände. Stuttgart bei A. F. Macklot. 1816.
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