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Marechal de France.Bearbeiten


Marechal de France, Marschall von Frankreich,[1] war ein Officier der Krone von Frankreich, welcher General né des Armées du Roy, d. i. ein geborner General der königlichen Armeen, hieß, weil seine Charge mit sich brachte, daß er eine oder die andere Armee kommandirte. Sie hatten einen mit Lilien bestreuten Stab, zum Zeichen ihrer Würde. Sie waren auch die Schiedsrichter der Streitigkeiten, welche sonderlich der Ehre wegen unter dem Adel entstunden. Die Marschallsstelle war die höchste Stufe im Militärstand, nachdem die Stelle eines Connetable aufgehoben worden. In der Anrede nennte man einen Marschall Monseigneur; der König in Frankreich nennte sie Cousins oder Vettern. Sonst war die Marschallsstelle nur beym Landdienste bekannt; Ludwig XIV. führte sie auch beym Seewesen ein. Durch die Revolution ist die ganze Stelle eingegangen, aber seit 1804 durch Kaiser Napoleon wieder hergestellt worden. Das Kaiserthum Frankreich hat nun 16 Marschälle mit den ehemaligen Vorrechten. Auch die höhere Würde eines Connetable ist erneuert worden.


Französische Marschälle.Bearbeiten

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Marschälle, Reichsmarschälle, französische. Es gibt deren gegenwärtig 19; 4 ernannte Ludwig XVIII. am 3ten Jul. 1816, nämlich 1) den Herzog von Coigny, seit 1780 Generallieutenant; 2) den Grafen von Beurnonville, seit 1792 Generallieutenant; 3) den Kriegsminister Clarke, Graf von Hüningen, Herzog von Feltre, seit 1795 Divisionsgeneral und Generallieutenant, und 4) den Graf Viomenil. Die übrigen waren 1) Moncey, Herzog von Conegliano, 2) Graf Jourdan, 3) Mortier, Herzog von Treviso, 4) Macdonald, Herzog von Tarent, 5) Oudinot, Herzog von Reggio, 6) Suchet, Herzog von Albufera, 7) Graf Gouvion St. Cyr, 8) Kellermann, Herzog von Valmy, 9) Graf Perignon, 10) Massena, Herzog von Rivoli, 11) Davoust, Herzog von Auerstädt, 12) Marmont, Herzog von Ragusa, 13) Lefebre, Herzog von Danzig, 14) Victor, Herzog von Belluno, 15) Graf Serrrier. Alle diese leisteten im Juli 1816 dem König den Eid der Treue.


Quellen.Bearbeiten

  1. Geographisch- Historisch- Statistisches Zeitungs-Lexikon von Wolfgang Jäger, Professor der Geschichte und Geographie zu Würzburg. Nürnberg, bey Ernst Christoph Grattenauer 1806.
  2. Conversations-Lexicon oder encyclopädisches Handwörterbuch für gebildete Stände. Stuttgart bei A. F. Macklot. 1817.
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