Memmingen.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Memmingen.[1] Diese ehemalige freie Reichsstadt in einer fruchtbaren Ebne im Algau in Schwaben nicht weit vom Illerstrom gelegen, zählt über 6000 Einwohner. Genannt zu werden verdienen einige schöne Kirchen, das Rathhaus, die Bibliothek und das Lyceum. Es wird ansehnlicher Handel mit feiner Leinwand, Barchent, Kattun, Salz und selbstgebautem, jährlich gegen 2000 Centner betragendem Hopfen getrieben. Zu einem Römermonat gab die Stadt 150 Fl. und zu einem Kammerziel 351 Thlr. 63 ½ Kr. Das Stadtgebiet betrug zwei Quadratmeilen mit mehr als 4000 Bewohnern. Die reinen Einkünfte rechnete man jährlich auf 45,000 Gulden. Im J. 1802 kam Memmingen bei des Entschädigungsausgleichungen an Pfalzbayern. Es ist jetzt der Sitz des Appellationsgerichts für den Illerkreis und zugleich eines bayerischen Landgerichts und Rentamts.


Quellen.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Conversations-Lexicon oder encyclopädisches Handwörterbuch für gebildete Stände. Stuttgart bei A. F. Macklot. 1816.
Nutzung von Community-Inhalten gemäß CC-BY-SA, sofern nicht anders angegeben.