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Mons.Bearbeiten


Mons, Bergen,[1] befestigte Hauptstadt in der Grafschaft Hennegau, jezt Hauptstadt im Französischen Departem. von Jemmappe, auf einer Höhe am Fluß Trouille. Ihre Einwohner wurden auf 30,000 geschäzt; bey der Zählung im J. 1802 fanden sich 18,291 Einwohner. Hier besieht man das Schloß mit dem Garten, worinn öffentlich Promenade gehalten wird, das Zeughaus, die Municipalität, das Rathhaus, das Collegium der vormaligen Jesuiten, und ehemals die berühmte Abtey St. Waudru, worinn 30 adeliche Canonissinnen Vormittags geistlich und Nachmittags weltlich gekleidet giengen, und sich wieder daraus verheyrathen konnten. Die Stadt hat Zuckerrafinerien, eine wichtige Fayencefabrik, auch Spitzen- und Tuchmanufakturen. Von Mons führt ein schiffbarer Kanal über Tournay, Lille, Gent, Brügge, nach Ostende. -- Mons ist zugleich der Hauptort eines Bezirks, zu welchem folgende Cantons gehören: Mons, Chievre, Enghien, Lens, Paturages, Roeulx, Soignies, Dour, und Boussu. -- In der Nähe der Stadt sind große Steinkohlenbrüche.


Mons..Bearbeiten


Mons,[2] oder Bergen, ist die befestigte Hauptstadt der zum Königreich der Niederlande gehörigen Provinz Hennegau. Sie liegt auf einer Anhöhe, wird vom Flusse Trouille durchflossen, der sie in zwei Theile trennt, und ist ziemlich hübsch gebaut. Die Bevölkerung beläuft sich auf 20,000 Seelen. man findet hier viele öffentliche Gebäude, darunter sechs Pfarrkirchen, den Gouvernementspalast und das ansehnliche Rathhaus auf dem großen Platze. Die Einwohner unterhalten eine große Baumwollenspinnerei, Baumwollenfabriken und einen ziemlich beträchtlichen Handel, besonders mit Getreide und Steinkohlen. Auch ist hier eine Börse, ein Handelsgericht und eine Handelskammer. In der Nähe sind Steinkohlenbrüche.


Quellen und Literatur.Bearbeiten

  1. Geographisch- Historisch- Statistisches Zeitungs-Lexikon von Wolfgang Jäger, Professor der Geschichte und Geographie zu Würzburg. Nürnberg, bey Ernst Christoph Grattenauer 1806.
  2. Conversations-Lexicon oder encyclopädisches Handwörterbuch für gebildete Stände. Stuttgart bei A. F. Macklot. 1816.
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