Von Bastille bis Waterloo. Wiki
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Neapel (Stadt).[]

Rijksmuseum Amsterdam.


[1]
Neapel ist die Hauptstadt des Königreichs dieses Namens und überhaupt die größte Stadt in ganz Italien. Sie enthält mit den Vorstädten 5 Meilen im Umkreise. Im J. 1808 zählte man daselbst 513,000 Einwohner, unter welchen sich 40,000 Lazzaroni und 4000 Advocaten befanden.

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Die Stadt liegt an einem Meerbusen, den die Italiener Cratere, das heißt Schale (oder Bassin) nennen. Der Hafen von Neapel ist zwar groß und durch mehrere Castelle gedeckt, allein dennoch so wenig sicher, daß es bei dem bisherigen Uebergewicht der Engländer zur See und dem Verfall der neapolitanischen Marine (welches bei Neapel kein Wunder seyn kann, da eigentliche Seemächte durch die Engländer in einen noch größern Verfall gerathen sind) nicht unglaubhaft ist, daß während des letzten Kriegs die Engländer zuweilen feindliche Schiffe mitten aus dem Hafen von Neapel herausgezogen haben. Unter oben erwähnten Castellen verdient vorzüglich das Castell St. Elmo oder St. Emsmo bemerkt zu werden. Auf dem Berge dieses Castells befindet sich ein Carthäuserkloster, von welchem aus man eine der schönsten Aussichten in der Welt hat. Die Hitze des Sommers wird durch die vom Meere kommende kühlenden Westwinde gemäßigt. Indessen sind auch hier, wie in allen südlichen Städten, die Nächte oft geräuschvoller und lebhafter, als die Tage. Die Häuser sind meistens 7 bis 8 Stockwerke hoch und man tadelt an ihnen den Mangel des edleren Geschmacks in der Baukunst, den man doch in andern Städten Italiens bemerkt. Indessen gibt es doch hier einige vortreffliche Gebäude im edelsten Styl. Vorzüglich verdiente das Theater von San Carlo als eins der größten und schönsten Theater in der Welt bemerkt zu werden. Es war von dem Könige Carl III. erbaut worden, und vereinigte griechischen Geschmack mit römischer Pracht, ist aber am 14ten Febr. 1816 abgebrannt. Das Flüssig- oder Nichtflüssig-werden des in der erzbischöflichen Domkirche in zwey crystallnen Flaschen aufbewahrten Bluts des heiligen Januars am ersten Sonntag des Mai ist für das ganze Jahr eine günstige oder ungünstige Vorbedeutung. In der neuen Marienkirche findet man das Grabmahl des berühmten Feldherrn Gonsalvo von Cordova (s. d. Art.). In der Nähe der Stadt befindet sich außer der berühmten Grotte von Pausilippo (s. d. Art.) das Grabmal Virgils. Historisch merkwürdig ist die Stadt durch den Aufruhr des Masaniello, den der Druck der spanischen Herrschaft im J. 1647 veranlaßte. Die Nähe des Vesuvs, dessen oft unschädliche Ausbruche zuweilen die Nächte von Neapel erleuchten und seinen Bewohnern das herrlichste Schauspiel gewähren, hat die Stadt indessen von Zeit zu Zeit bedeutenden Gefahren ausgesetzt. Der Schade, welchen das Erdbeben vom 26sten Juli 1805, wodurch fast alle Gebäude beschädigt wurden, anrichtete, betrug an 20 Millionen Ducati.


Von Reisende.[]

British Library.


Andreas Christian Gjerlew.[]

[2]

[1803]

Sittengemählde aus Neapel. *)

Aussenseite der Stadt.

Je tiefer wir in die langgestreckten Gassen hineinfuhren, desto mehr nahm das Gewühle der Menschen und Wagen zu; alles war in Bewegung, lief, schrie und zeigte sich in voller Thätigkeit, im lebhaftesten Gange der Geschäfte des täglichen Lebens. Mir, der ich aus dem stillen, hoch feierlich einsamen Rom anher kam, war dies so ganz neu als sehr beschwerlich. So mochte es ehemals, nach Horazens Ausspruch, dem seyn, der das gelehrte Athen verlassend nach Rom zog. Mit breiten doch schmutzigen Lavasteinen trefflich gepflasterte Gassen, überall große Palläste, doch in einem schlechtern Geschmacke erbaut, als die Römischen, ohne oder besser mit flachen Dächern, die ihnen, besonders dann, wenn den Façaden der Kornieß fehlte, eine Art von kopflosen Ansehn gab; alle Häuser und jedes Fensterfach mit Altanen versehen, welche aus den Gemächern heraus die Aussicht freier machten.

Glänzende Equipagen durchrollten das tobende Menschengewimmel, zweirädrige schmale Kabriolette durchflogen den dichten Schwarm. Die Hauptmasse desselben bestand aus halbnacktem Pöbel; unter den übrigen fielen mir viele theils junge, theils Männer aus dem Mittelalter auf, deren Kleidung schwarz mit Krägelchen (Befchen) lockenreichen Perucken und ein Hütchen unterm Arm ausmachte, die sehr geschäftig, einer noch in einem lebhaften Gespräche mit einer ähnlichen Figur begriffen, sich durch den gewirrigen Haufen zu drängen suchten. Ich hielt sie der Tracht nach für Abbées, erfuhr aber bald, daß es die, in ganz Europa berüchtigten Advokaten waren, und begriff nun auf einmal sowol ihre Geschäftigkeit und Menge, als ihre Maulfertigkeit. Nur mit Mühe war in einem leidlichen Französischen Wirthshause unterzukommen. Alle Fremde verlassen, wenn der Frühling und Sommer eintritt, Italiens elende Städte und ziehen sich an die kühleren Ufer der See hin.

Straße Toledo.

So heißt Neapels Hauptgasse, die etwa ein Viertelwegs lang die Stadt durchschneidet. Eine der volkreichsten Straßen von Europa, durch viel prachtvolle Palläste, Kirchen und öffentliche Gebäude verschönert; durch zahllose fast Haus bei Haus angebaute Boutiken aller Art und Inhalts und durch ein unaufhörlich unruhiges Gewimmel von Menschen und Thieren belebt; unter den letztern sind die Mehrzahl besonders die schwarzen haarkahlen Schweine, unter den erstern die Lazzaroni. Diese Gasse ist die Seele der Stadt; von ihr strömt das Lebens-Prinzip in alle übrigen auch in die entferntesten Stadttheile aus. Das ganze Menschenleben geht hier vor sich. Fast alles, was man in andern Städten in den Häusern betreibt, macht sich hier auf öffentlicher Straße.

In ihrem schönsten Lichte zeigte sich aber die Straße Toledo am Abend. Sie ist von einigen tausend Lampen erhellt, welche die lange Gasse hindurch theils in den offenen Boutiken brennen, theils an der unglaublichen Menge von Körben der Verkäufer, die mit Brodt und allen den herrlichen Früchten Italiens der verschiedenen Jahrszeiten gefüllt sind, theils an den Tischen, wo man Eiswasser oder gebackene Maccaroni verkauft, wozu oft 6 bis 8 Lampen leuchten. Diese Beleuchtung ist prächtig, sie verherrlicht das rauschende Gewirr von Menschen alles Alters, Standes und Geschlechts, welche sich durcheinander die Gasse auf und ab bewegen und sie in einen schön illuminirten Spaziergang verwandeln. Offiziere in den verschiedensten Uniformen, Mönche von allen Orden, zahllose beparuckte Advokaten, Stutzer und galante Abbées, alte Weiber und dicht verschleierte Damen, Herren mit aller Welt Ordensbändern und Sternen, Kuppler, Bettler und Glücksritter, Lazzaroni, Matrosen und Soldaten, alles wirbelt sich hier durch einander; man geht, kauft, verkauft, speiset, trinket, schreiet, keift, spielt Guitarre, bettelt, singt, weint und lacht, kurz man geht hier fast alle Scenen des Menschenlebens durch, die letzte nicht ausgenommen: man läßt sich in prächtigen mit rothem Sammt umzognen Särgen in goldbrodirtem Leichenkleide begraben; eine Menge kläglich heulender Mönche, mit Wachskerzen in den Händen tragen die Last langsam durch das Gewimmel der Menschen, welche die ganze Scene kaum eines flüchtigen Blickes würdigen.

Dies mag wol zum Theil das Bild einer jeden Hauptstadts-Gasse seyn, aber auch nur zum Theil. Wie verschieden ist nicht von diesem das in einer Pariser Hauptgasse; wie ganz anders zeigt sich der Französische, politische, religiöse und moralische Charakter in allen lebenden und leblosen Gegenständen; wie weit mehr Geschmack und Eleganz und Mode sieht man dort! wie weit mehr Leben und rohe Natur hier! Dort ist Mode- und Luxus-Waare ein Hauptartikel; hier ist es Speisewaare; dort ist die galante Welt, oder was sich zu derselben rechnet, Hauptparthie; hier der niedere Hause, Pöbel, wenn du willst, und manche die dazu gehören, obgleich Geburt und bürgerliche Lage sie über ihn stellen.

Einige Stunden später, und die ganze lebenvolle, helle Gasse ist finster und todtenstille; alles ist verschwunden, Spaziergänger und Verkäufer sind fort, Boutiken geschlossen, Haufenweise findet man noch Lazzaroni auf Kirchentreppen und Bänken vor den Schlössern schlafend; selbst vor dem am Ende der Straße Toledo belegenen Königl. Pallaste. Nur zuweilen tritt der eine einzelne Fackel durch die öde Finsterniß oder ein, seinen Herrn nach Hause zurück begleitender Bediente entgegen; dies ist für jeden, der hier auf einem einigermaaßen anständigen Fuße leben will, eingeführte Sitte.

Lazzaroni.

Neapel hat bis jetzt weder Nachtwächter noch öffentliche Beleuchtung; *) und selten findet man in der Nacht Patrouillen auf den Gassen; es enthält die Stadt etwa 40,000 Menschen, die kein Haus noch Heimath haben, und von welcher ein großer Theil Tag und Nacht auf der Straße zubringt; dennoch hört man selten von gewaltsamen Einbruch und noch seltner von Raub und Mord Der sehr geringe Preis der Lebensmittel, die Genügsamkeit der südlichen Natur in dieser glücklichen Himmelsgegend, und die natürliche Gutmüthigkeit der Menschen trägt zuverlässig das meiste dazu bei. Für 3 oder 4 Schilling täglich lebt ein Lazzaroni gut; seine Maccaroni, etwas Brodt und Frucht, Eiswasser mit einer Pommeranze oder Zitrone darin, allenfalls etwas geringen Wein sind hinreichend, alle seine Bedürfnisse zu befriedigen. Die milde Himmelsgegend und die öffentlichen Gebäude bieten ihm Dach und Fach, sein Anzug besteht aus einigen wenigen Ellen Leinwand zu einer Schürze und ein paar Beinkleidern; dazu trägt er auf dem Kopfe eine Schlafhaube oder einen Strohhut, und so ist er fertig. Der ächte Lazzaroni weißt daher oft mit stoischem Stolze von sich, was er durch Arbeit mehr verdienen könnte, als was er für den Tage grade brauchte; lieber treibt er das göttliche Far niente -- Nichts thun -- in philosophischer Apathie. Ist er beweibt, so muß seine Sie ihn und seine Familie mit ernähren helfen. Die Buben gehen ganz nackt einher oder höchstens nur mit einer Schürze umkleidet, bis ins 9te und 11te Jahr, und die Mädchen sind nicht besser gekleidet.

*) Unter der jetzigen neuen Königl. Regierung finden bekanntlich, in dieser so wie in vielen andern Hinsichten, wesentliche Verbesserungen zu Neapel statt.

Doch ist auch bei diesen ächten unverdorbenen Kindern der Natur der umgreifende Luxus eingeschlichen, und hat ihnen Geschmack für Eigenthum und größeres Wohlleben beigebracht; man sieht sie schon fleißiger arbeiten, um eine bestimmte Wohnung zu erhalten und an Festtagen sich in roth oder blausammtne Wämser, auch allenfalls nur von Nanking kleiden und einen goldumbrämten Hut mit einigen wallenden Federn darauf, auch große silberne Schuhschnallen tragen zu können. Die Weiber sieht man an solchen Tagen in starkgeblümten Leibchen von Kotton oder anderm Zeuge meist von scheinender Farbe, in steifen Schnürleibern, das schwarze glänzende Haar in Flechten aufgewunden ist mit großen silbernen Nadeln durchstochen Junge Mädchen tanzen dann in einzelnen Haufen den lebhaften Neapolitanischen Tanz la Salta~olla, zu einem Liede auf der Handtrommel, die sie mit einer ihnen eignen Lust und Raschheit schlagen. So sehe ich jeden Festtag einen Trupp junger Mädchen unter meinem Fenster am lachenden Seeufer tanzen; zwei von ihnen tanzen mit einander, die übrigen bilden um sie her einen Kreis, und wechseln, einander ablösend, den lebhaften Tanz. Eine Menge kleiner Böte voll Menschen rudert queer über die schönbeleuchtete Bucht; Andre fliegen frohlockend in leichten Kabriolets vorbei oft drei neben einander, wo kaum für eins Platz zu seyn scheint, und trommeln im Vorbeifahren ihren Bekannten zu. Diese Trommelbegrüßing ist ihnen ein Zeichen der Freude; so war sie es auch in der Vorzeit, ein Wink der Freude folgend. So lebhaft äußert sich im glücklichen Süden bei den spätern Geschlechtern Großgriechenlands das Vergnügen!

Titulatur.

Weit lebhafter und heftiger, als bei den Römern, sind hier alle Bewegungen des Volkes, auch sind ihre Ausdrücke mehr im Superlativ. Excellenz ist hier der allgemeine Titel, den das Volk Fremden ertheilt, die es schmeicheln will. Pallast nennt man jedes große Haus, bella Donna (schöne Frau) jedes alte häßliche Weib. Ich glaubte anfangs, mein Lohnbedienter bediene sich des Ausdrucks, um sich über die Matronen lustig zu machen, ward aber bald überzeugt, es sey ihm damit baarer Ernst. Die Superlative jagen einander hier; dies und das starkausdrückende Mienenspiel, die heftige Armbewegung und so manche Bezeichnung vieler oft höchst possierlicher Sitten, dazu der unruhige Wortstrom, worin ein aufgebrachter Neapolitaner ausbrechen kann, haben mich zur Genüge belehrt, daß ich dem Süden näher gekommen sey. Aber weit weniger edle Kraft ist in des Neapolitaners als in des Römers Zornäußerung. Wenn aber die Leidenschaften schweigen, so bringt die Trägheitsliebe einen seltsamen Contrast hervor; wozu man im Norden drei, vier oder mehrere Worte brauchte, das drückt man hier mit einem bloßen Zeichen aus.

Spielsucht.

In allen Ständen wird hier mit Leidenschaft gespielt; vom Bettler und halbnackten Lazzaroni an bis zu den ersten Prinzen und Prinzessinnen hinauf ist die unselige Spielsucht ausgebreitet. Sie einzig scheint die herrschende Unthätigkeit zu unterbrechen und der einzige Vereinigungspunkt für das zerlumpte, argwöhnische und umspionirte Volk zu seyn. Wie oft sah och nicht Lazzaroni bei hellem lichten Tage mitten auf der Gasse in der Karte spielen! Es giebt schwerlich eine Stadt, in welcher so viele Häuser für die verschiedensten Stände von Prinzessinnen bis zu Kuppelweibern herab eingerichtet sind, wo man Assemblee, Conzerte und Bälle blos in der Absicht giebt, um Spieler an die Pharaotische zu locken! Wie oft sah ich nicht junge schöne Frauenzimmer aus dem Ballsaal in den Spielsaal eilen! Dieses Spielwesen wird nicht blos geduldet, sondern gar befördert. Ein Volk von Spielern verspielt, wie einzelne Spieler, sehr bald jedes edle Gefühl und Kraftvermögen.

*) Aus Gierlevs Breve over Italien og Sicilien paan en Reise i Avrene 1803 og 1804. Kiöbenh. 1807. frei übersetzt.


Zeitungsnachrichten.[]

[1812]

Neapel, den 4ten Februar. [3]

Auf Befehl des Königs ist in der Nachbarschaft dieser Hauptstadt ein Lager errichtet worden, um die Truppen von allen Waffen in den Militärmanöuvres zu exerciren. Diese Tage manöuvrirte die königl. Garde zu Pferde und zu Fuß in dieser neuen Militärschule. Se. Majestät kommandirten selbst die Manöuvres.


Neapel, den 28sten Februar.

Vorgestern hielten Se. Majestät zu Kapodichino Revue über die verschiedenen Korps der königl. Garde und die andern Truppen, die sich zu Neapel und in der Nachbarschaft befinden. Sie führten die schwersten Manöuvres aus.

Madame Blanchard benutzte diese glänzende Versammlung, und hielt um 4 Uhr des Nachmittags ihre Luftfahrt.


Neapel, den 17ten März.

In der Nacht vom 15ten d. M. hatten wir einen Sturm, welcher großen Schaden anrichtete. Eine neapolitanische Polakre und 4 andere in dem Hafen befindliche Schiffe sind gescheitert. Die Spekulation, ein schwedisches Schiff, welches seine vollständige Ladung hatte, und bereit war, unter Segel zu gehen, litt Schiffbruch; der zweyte Kapitän kam um. Ein türkisches Schiff, das sich auf der Insel Nisida befand, ist ebenfalls zu Grunde gegangen. Die in dem Hafen befindlichen Kriegsschiffe wurden leicht beschädigt.

Die Heftigkeit und die Dauer dieses Sturms lassen vermuthen, daß es weithin verspürt sey, und seine Verheerungen beynahe über das ganze mittelländische Meer ausgedehnt habe; wir befürchten, die Nachricht von noch grössern Unglücksfällen zu erhalten.


Vermischte Nachrichten.

Neapel. Auf Befehl des Königs hat man angefangen an einem neuen Wege zu arbeiten, welcher über Kapodichino und Faria gehen soll; der ehemalige Weg über Kapodichino, der einzige, durch den Neapel mit dem übrigen Italien und Europa in Verbindung stand, war äusserst schlecht und einer der schönsten Städte der Welt keinesweges angemessen. Diejenigen, welche zur See nach Neapel kommen, sehen das majestätischste Amphitheater vor sich, welches je die Natur bildete und Menschenhände verschönerten. Schönheiten von anderer Art, welche jedoch nicht weniger bewunderswürdig sind, stellen sich denen dar, welche über die Magdalenenbrücke in die Stadt kommen; allein der Reisende, der sich auf den Anhöhen von Kapodichino befindet, muß durch ein enges, feuchtes, dunkles Thal gehen, an dessen Ende er gar nicht erwartet, eine große und schöne Stadt zu finden; er kommt hinein, ehe er noch ihr Daseyn ahndet. Die neue Straße soll in gerader Richtung mit Faria hinlaufen, und auf der einen Seite die reizende Anhöhe von Kapodichino, auf der andern aber das Meer und den untern Theil der Stadt, Foria gegenüber, und die Anhöhen von Cäsarea, Saint-Martin und des Pausilippo zeigen. -- Es soll auch noch eine andere Straße am Ufer des Meeres von Margellina aus angelegt werden. Hier sind die Gegenden, welche vielleicht Virgil in seinen Ersten Jahren mit dichterischer Begeisterung erfüllten; hier ließ Pergolese seine letzten Gesänge ertönen, welche man zugleich für seine erhabensten hält.


British Library.


Plan von Neapel.[]


Neapel.


Quellen.[]

  1. Conversations-Lexicon oder encyclopädisches Handwörterbuch für gebildete Stände. Stuttgart bei A. F. Macklot. 1816.
  2. Politisches Journal nebst Anzeige von gelehrten und andern Sachen. Jahrgang 1808.
  3. Allgemeine deutsche Zeitung für Rußland. No. 50. Dienstag, den 27. Februar 1812.
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