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Neumarkt, Neumark, in der Oberpfalz, die ansehnlichste Stadt nach Amberg. Sie ist wohlgebauet und hat 448 Häuser, 2,325 Einwohner, ein Schloß und schönes Rathhaus. Ihre Lage, in der Mitte zwischen Nürnberg und Regensburg, ist der Handlung vortheilhaft. Auch hat das weisse Bier, so daselbst gebrauet wird, starken Abgang. Wichtig sind die Getreid- und Viehmärkte der Stadt. Diese Stadt ist immer mit Garnison besezt. Der Pfleger allda wird Schultheis genennet. Es ist auch ein kurfürstl. Kasten- und Forstmeisteramt daselbst. Neumarkt hat nebst der Pfarr- und Hofkirche, in der eine Stiftung für mehrere Beneficien ist, auch, ausserhalb seines Umfangs, ein schönes, jezt in ein Brauhaus verwandeltes Capucinerkloster, in welches man aus der Stadt über eine Brücke gehet. Ohngefähr 800 Schritte ostwärts von der Stadt ist ein Wildbad mit einem schönen Badhaus, das seit 1774 erbauet wurde. Das beträchtliche Amt enthält auf 10 Quadratmeilen 14,581 Seelen. Im J. 1804 wurde das jetzige Landgericht und Rentamt Neumarkt noch durch die Gerichte Pirbaum, Sulzbürg und Breiteneck vergrößert, und enthält nun auf 12 Quadratmeilen 21,620 Seelen.


Quellen und Literatur.Bearbeiten

  • Geographisch- Historisch- Statistisches Zeitungs-Lexikon von Wolfgang Jäger, Professor der Geschichte und Geographie zu Würzburg. Nürnberg, bey Ernst Christoph Grattenauer 1806.
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