Normandie.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Normandie, ehemalige Provinz in Frankreich, nebst dem Titel eines Herzogthums, welche ein Stück von dem alten Neustria ist, und gegen Westen an das Meer von Bretagne, gegen Norden an die Picardie und den Canal, gegen Osten an die Isle de France, und gegen Süden an Perche, Maine und Bretagne gränzt. Ihre Ausdehnung beträgt 588 Quadratmeilen und die Bevölkerung 2 Millionen Menschen. Sie erhielt diesen Namen von den Normännern, die sich im 10ten Jahrhundert hier festsetzten. Sie ist eine der fruchtbarsten Landschaften, und bringt Getreide, Hanf und Flachs im Ueberfluß hervor. Auch der viele Tang, oder das Seegras längst der Küste ist von Wichtigkeit, theils zum Düngen der Felder, theils zum Brennen der Sode. Es wächst darinnen auch hier und da Wein; doch ist das gewöhnliche Getränke der Einwohner Aepfel- und Birn-Wein. (Cidre und Poire.) Die Viehzucht vorzüglich das Rindvieh, zeichnet sich durch Größe und Menge aus. Man findet viele Eisen- auch Kupferminen, Mineralquellen, und viele Glashütten in diesem Lande. Der Handel besteht vornämlich in Wolle, Tuch, Leinwand, Leder, Hüten, Nähnadeln, Fischen xc. und ist von großer Wichtigkeit. Sie war für den König die einträglichste Provinz, und die Einwohner sind sehr gute Seeleute. Sie wurde in die Ober- und Niedernormandie getheilt. Auf dieser Provinz sind nun die fünf Departements der Seine-Inferieure, des Calvados, des Canals, der Orne und des Eure entstanden.


Quellen.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geographisch- Historisch- Statistisches Zeitungs-Lexikon von Wolfgang Jäger, Professor der Geschichte und Geographie zu Würzburg. Nürnberg, bey Ernst Christoph Grattenauer 1806.

Sketchbook of a Journey to the Château d'Eu.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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