Offenburg, ehemalige freye Reichsstadt, mit 2,390 Einwohnern und einem reichen Spital, am Fluß Kinzing, in der Ortenau, in Schwaben. Sie hat guten Wein- und Getreidbau, auch einigen Getreid- und Speditionshandel, ein Oberpostamt, und seit 1803 ein für Katholiken eingerichtetes Gymnasium. Diese kleine Stadt hatte kein Gebiet und ungefehr 8,000 Gulden Einkünfte. Sie ist der katholischen Religion zugethan, und stund unter Oesterreichischem Schutz; wie dann auch der Oesterreichische Landvogt in der Ortenau daselbst seinen Sitz hatte. Auf dem Reichstage hatte die mit Gengenbach und Zell nur eine Stimme.

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In dem J. 1802 wurde sie als Entschädigung an Baden gegeben, und gehört nun zur Grafschaft Gengenbach. Der Stadtmagistrat hat aber noch jezt die niedere Jurisdiktion und Verwaltung der Stadtgefälle.

Ihr Matricularanschlag beträgt 34 fl. und zu einem Kammerziel giebt sie 28 Thlr. 66 Kr.

Sie führt zum Wappen im silbernen Felde eine rothe Burg, mit 2 Thürmen an jeder Seite, und einem offenen Thore, mit 2 goldenen Flügeln, in der Mitte.


Quellen und Literatur.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Geographisch- Historisch- Statistisches Zeitungs-Lexikon von Wolfgang Jäger, Professor der Geschichte und Geographie zu Würzburg. Nürnberg, bey Ernst Christoph Grattenauer 1806.
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