Osterland.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Osterland,[1] ist der alte und zum Theil noch übliche Name eines Stück Landes in Meissen, dessen Gränzen sich gegen Mittag an das Vogtland und gräflich Reussische Gebieth, gegen Abend bis an die Saale und Thüringen, gegen Mitternacht an das Stift Naumburg, und gegen Morgen an den Erzgebirgischen Kreis erstrecken. Es gehört darinn zu der Zeizischen Erblandesportion der sogenannte Neustädtische Kreis, sammt den Städten Neustadt an der Orla, Triptis, Frauenprießnitz, und der Herrschaft Trautenburg; welche seit 1718 nach Absterben des Herzogs Moriz Wilhelms unter Kursächsischer Hoheit stehen; dem Herzoge von Weimar gehört Stadt und Amt Bürgel und Roßlau. Die Eisenbergischen Städte und Aemter waren: Eisenberg, Camburg, Roda und Ronneburg, welche jezt nach Altenburg, und also nach Sachsengotha gehören. Dem Herzoge zu Saalfeld gehört die Stadt Pößneck; dem Herzoge zu Gotha die Hauptstadt Altenburg, die Herrschaft und Amt Leuchtenburg, u. a. m. in den ältern Zeiten hat sich das Osterland weiter hinaus bis gegen Colditz und Rochlitz in Meissen erstreckt.


Quellen.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geographisch- Historisch- Statistisches Zeitungs-Lexikon von Wolfgang Jäger, Professor der Geschichte und Geographie zu Würzburg. Nürnberg, bey Ernst Christoph Grattenauer 1806.
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